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Raupen verletzen Kind – Tiara-Marie (5) muss mit Blaulicht in die Klinik gefahren werden

rnEichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich aus wie nie. In Schulen und Kitas ist er Gesprächsthema. Warum die Warnungen berechtigt sind, zeigt der Fall eines Dortmunder Kindes.

Wickede

, 07.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Von immer mehr Orten im Stadtgebiet gibt es Meldungen über Ansammlungen der Eichenprozessionsspinner an den Baumstämmen. Der Kontakt mit den feinen Haare der kleinen Raupen kann bei Menschen allergische Reaktionen, schwere Bronchitis, Husten und Asthma hervorrufen.

Tiara-Marie Erler (5) aus Wickede hat das am 1. Juni (Samstag) schmerzhaft erfahren. Das Mädchen kam an der Fabido-Kindertagesstätte Molnerweg in Kontakt mit den Härchen. Ihre Mutter Jennifer Erler erzählt: „Freitags war sie noch topfit. Innerhalb von 24 Stunden ging es ihr so schlecht, dass sie mit Blaulicht in die Kinderklinik gebracht werden musste.“

Stunden voller Sorgen für die Familie von Tiara-Marie

Es waren sorgenvolle Stunden für die Familie. Denn Tiara-Marie Erler ist Asthmatikerin. Die allergische Reaktion auf die Raupen-Härchen verstärkte das noch, hinzu kam eine schwere Bronchitis. „Ausgerechnet sie bekommt es dann ab“, sagt ihre Mutter. Ärzte bestätigten der Familie, dass die Raupen der Auslöser für die Beschwerden waren.

Mittlerweile geht es dem Mädchen wieder besser. Tiara-Marie trägt es mit der Tapferkeit einer Fünfjährigen. „Es war eigentlich ganz cool im Krankenhaus, weil es mal was Anderes war. Aber es war doof, dass ich im Bett bleiben musste und dass ich so viele Medikamente nehmen musste“, sagt sie.

Jennifer Erler sagt: „Wir müssen jetzt etwas vorsichtig sein. Ich hoffe, dass es nicht nochmal irgendwie passiert.“

In vielen Dortmunder Kitas müssen die Kinder drinnen bleiben

An der Kita in Wickede wurden die Eichenprozessionsspinner am 3. Juni (Montag) entdeckt, kurz nachdem Tiara-Marie erkrankt war. „Die Härchen fliegen ja herum. Wenn man die Raupen entdeckt, sind sie schon zwei bis vier Wochen da“, sagt Jennifer Erler. Ihr ist es wichtig, dass andere Eltern erfahren, dass die Warnung vor der Raupe berechtigt ist.

Raupen verletzen Kind – Tiara-Marie (5) muss mit Blaulicht in die Klinik gefahren werden

Die Kita Molnerweg in Wickede ist eine von mehreren Einrichtungen, an denen das Insekt entdeckt wurde. © Oliver Schaper

Die Kinder der Kita Molnerweg dürfen nicht mehr draußen spielen, bis die Eichenprozessionsspinner von den Bäumen beseitigt sind. In vielen Dortmunder Schulen und Kitas ist der Umgang mit den Tieren deshalb Thema. Lehrer und Kinderbetreuer haben Merkzettel mit Verhaltenstipps zur Verfügung gestellt worden und es gibt feste Ansprechpartner in der Verwaltung.

„Der Eichenprozessionsspinner und seine Raupen sind in vielen Klassen inzwischen auch Unterrichtsthema“, sagt Stadtsprecher Christian Schön. Wo Einrichtungen geschlossen werden mussten, habe bisher in allen Fällen ein Ersatz organisiert werden können. „Die Eltern sind immer rechtzeitig eingebunden“, sagt Christian Schön.

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