Rechten Internethandel unterbrochen

Razzia

Sie verurteilen den Kapitalismus und verdienen selbst nach dessen erfolgreichem Prinzip: Neonazis, die über das Internet Sturmhauben, Reizgas, Fahnen, Aufkleber oder Musik-CDs verkaufen.

DORTMUND

von Von Peter Bandermann

, 26.11.2010, 05:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rechten Internethandel unterbrochen

Fahnen und Transparente wie diese sind beliebtes Demonstrationszubehör, das Mitglieder der Szene neben Aufklebern, Büchern, Reizgas, Sturmmasken und Musik-CDs bei einem Internet-Vertrieb in Dortmund bestellen können.

Sein Marketing-Prinzip ist ebenso einfach wie erfolgreich: Man organisiere einen Antikriegs- und Demonstrationstag, propagiere die Teilnahme von über 1000 Gesinnungsgenossen, provoziere durch Attacken vorher die Antifa-Gegner (so geschehen im August), sorge damit auf seinen Internetseiten für viele Klicks durch eigene Kameraden und baue blinkende Banner ein, die potenzielle Kundschaft in den virtuellen Nazi-Shop führen. Wer dann die Musik für den „Tag der Rache“ oder den „Hartz IV Boogie“ hören will, legt ein Nazi-Produkt mit Hass-Inhalten in den virtuellen Warenkorb. Hausdurchsuchungen allerdings können dieses Geschäft verderben, wenn sie bundesweit bekannt werden – denn wer will beim Nazi-Vertrieb Verbotenes bestellen, wenn der Staatsschutz die Verkäufer-Computer einkassiert und die Kundendaten liest ... 

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