Rechter Schläger brach Opfer das Nasenbein

Amtsgericht Dortmund

DORTMUND Mehr als 15 Monate nach einer völlig grundlosen Prügelattacke in der Innenstadt hat das Amtsgericht am Dienstag einen Anhänger der rechtsradikalen Szene verurteilt. Der 31-Jährige hatte am 5. September 2008 einem Kontrahenten (22) ins Gesicht geschlagen.

von Von Martin von Braunschweig

, 22.12.2009, 18:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Erst nach einer Computer-Tomographie konnten die Ärzte einigermaßen Entwarnung geben. Der Angeklagte hatte dem 22-Jährigen „nur“ die Nase gebrochen und heftige Gesichtsprellungen zugefügt. Das Opfer hatte den Angeklagten im Prozess eindeutig als Täter identifiziert – auch wenn dieser sein Aussehen inzwischen deutlich verändert hat. 15 Monate nach dem folgenschweren Aufeinandertreffen in der Innenstadt trägt der 31-Jährige die Haare länger als damals, außerdem eine Brille und einen Kinnbart.

Trotzdem war sich der 22-Jährige sofort sicher: „Er war es.“ In dem Prozess ging es nicht allein um eine Verurteilung des Angeklagten wegen Körperverletzung. Um nicht später noch einmal vor ein Zivilgericht ziehen zu müssen, machte das Opfer gleichzeitig seine Ansprüche auf Zahlung von Schmerzensgeld geltend.   In seinem Urteil legte der Richter fest, dass der Angeklagte seinem Opfer wegen der erlittenen Verletzungen demnächst 800 Euro überweisen muss. Die Geldstrafe von 2800 Euro fließt an die Staatskasse.

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