Eine kleine Gruppe von Rechtsextremisten hat am Montagabend in der Dortmunder Innenstadt demonstriert. © Björn Althoff
Versammlung

Rechtsextremisten demonstrierten nahe des Dortmunder Hauptbahnhofs

Einen Tag, nachdem hunderte Antifaschisten in Dorstfeld demonstrierten, haben sich am Montag gut zwei Dutzend Neonazis der Partei „Die Rechte“ in der Dortmunder City versammelt.

Rund 30 Personen haben am Montagabend (23.8.) mit der Partei „Die Rechte“ auf der Katharinenstraße in der Dortmunder Innenstadt demonstriert. Vor dem Fußballmuseum hatte sich gleichzeitig eine Gegendemonstration des linken Bündnisses Blockado eingefunden. Auch ein großes Polizeiaufgebot war im Einsatz.

An der Petrikirche hatten sich ebenfalls Gegendemonstranten versammelt. Die Polizei musste die beiden Gruppen bei der Ankunft der Rechtsextremisten voneinander trennen. Ein Gegendemonstrant versuchte, sich allein der Demonstration „Der Rechten“ zu nähern.

In den Cafés rund um die Demos lief das Leben wie üblich weiter. Einige Menschen hoben auch unbeirrt von rechter Propaganda weiter Geld von Sparkassen-Automaten ab. Bis zum Ende der Kundgebung gegen 21 Uhr kam es zu keinen größeren Vorkommnissen.

Nach dem Abschluss nahm die Polizei noch einen Rechten zur Seite. Bei ihm habe der „Anfangsverdacht der Volksverhetzung“ bestanden, hieß es. Hintergrund dafür waren Symbole auf einem T-Shirt. Die Polizei stellte die Identität des Mannes fest. Die Sonderkommission Rechts prüft diesen Fall.

Hunderte Antifaschisten demonstrierten am Sonntag

Anlass für die Demo, so geht es aus einem Transparent hervor, ist der neunte Jahrestag des Verbotes der verfassungsfeindlichen, rechtsextremen Organisation „Nationaler Widerstand Dortmund“. Einige ihrer Anhänger haben sich in der Partei „Die Rechte“ wieder zusammengefunden.

Am Sonntag (22.8.) hatten bereits hunderte Antifaschisten anlässlich des gleichen Jahrestages gegen den organisierten Rechtsextremismus in Dortmund demonstriert.

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Bastian Pietsch