Reifenhändler wissen: Kälteeinbruch trifft die unvorbereiteten Autofahrer

DORTMUND Die Wetterdienste sagen für die nächsten Tage Schnee und glatte Straßen bis in die tieferen Regionen voraus. Höchste Zeit für Autofahrer, die Winterreifen aufzuziehen. Die Branche jubelt, die Terminbücher sind voll. Wer erst jetzt kommt, muss meistens warten.

von Von Gaby Kolle und Constantin Blaß

, 20.11.2008, 18:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Weil Autofahrer nicht wegrutschen wollen, kommen Reifenhändler in diesen Tagen ins Rotieren.

Weil Autofahrer nicht wegrutschen wollen, kommen Reifenhändler in diesen Tagen ins Rotieren.

„Am liebsten hätten die Leute ihre Reifen noch heute gewechselt“, weiß auch Heinz Kirch, Chef von Reifen Reckert an der Semerteichstraße. Es seien immer die selben, die „auf den letzten Drücker“ kämen. „Für die nächsten 14 Tage brauche ich mir keine Gedanken zu machen,“ freut sich Kirch. Wie jedes Jahr wachse der Ansturm nach der ersten Schlechtwetterprognose mit Schnee und Eis, sagt Walter Krüger, Mitarbeiter von Reifen Wassum am Wambeler Hellweg. Seit 30 Jahren laufe es nach dem selben Schema ab: „Das erste Drittel, das rechtzeitig kommt, sind die Vernünftigen, das zweite Drittel nach der ersten Wetterprognose die Wirren, und dann kommen die, die bis dahin nicht drangekommen sind.“

Die EDG tut auch das ihre, um die Straßen möglichst schnee- und eisfrei zu halten. In der Nacht von Freitag auf Samstag sei Bereitschaft angeordnet, teilt EDG-Sprecher Matthias Kienitz mit. 1800 Tonnen Salz lagern in den Silos. Dazu kommen 1000 Tonnen Eifellava als abstumpfendes Streumaterial für die Gehwege. Bei starkem Wintereinbruch sind bis zu 200 Mitarbeiter auf Straßen, Wegen und Plätzen unterwegs. Die EDG kann bis zu 40 Räum- und Streufahrzeuge, 24 Kolonnen-LKW und 20 handgeführte Schneeräumgeräte mobilisieren. Und natürlich Schaufeln und Besen. 

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