Reitlehrerin gefeuert - doch der Verein steht hinter ihr

Prozess am Arbeitsgericht

Erst musste die Reitlehrerin gehen, jetzt wollen die ersten Mitglieder abwandern: Im Reit- und Fahrverein Wickede-Asseln-Sölde herrscht seit Monaten dicke Luft. Am Freitag erreichte der Streit sogar das Arbeitsgericht.

WICKEDE/ASSELN/SÖLDE

20.03.2015, 13:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Reitlehrerin gefeuert - doch der Verein steht hinter ihr

Die Freundinnen der Reitlehrerin waren mit ihr im Arbeitsgericht. Drei Jahre lang war die 31-Jährige fest angestellt, dann wurde ihr gekündigt.

Drei Jahre lang war die Reitlehrerin fest angestellt, dann wurde ihr gekündigt. Erst fristgerecht, dann sogar fristlos. Was genau passiert ist, ist nicht ganz klar. Der Vorstand spricht von Verfehlungen, einige der Mitglieder von Mobbing.

Der Riss geht einmal quer durch den Verein. „Wenn die unter 18-Jährigen etwas zu sagen hätten, wäre die Reitlehrerin noch da“, hieß es am Rande des Prozesses vor dem Dortmunder Arbeitsgericht. Die Verbitterung über die Kündigung ging sogar soweit, dass versucht worden war, den gesamten Vorstand abzusetzen. Das ist allerdings gescheitert.

Keine Rückkehr in den alten Job

Den Gerichtsprozess gegen die fristlose Kündigung wird die Reitlehrerin wohl gewinnen. Eine Rückkehr in den alten Job wird es aber trotzdem nicht geben. Dass der Vorstand das Arbeitsverhältnis beendet hat – das hat die 31-Jährige akzeptiert. „Sie hatte ja keine Chance“, sagen ihre Freundinnen, die mit ins Gericht gekommen waren. Sie selbst findet das traurig. Die Arbeit mit ihren Reitschülerinnen hat ihr offenbar großen Spaß gemacht. Jetzt hat sie sich selbstständig gemacht.

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