Reizgas versprüht: 12 Schüler und zwei Lehrer verletzt

Theodor-Heuss-Realschule evakuiert

Großeinsatz an der Theodor-Heuss-Realschule: Mehr als 20 Schüler und Lehrer klagten am Mittwochvormittag über Atembeschwerden, 14 von ihnen wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Die Schule wurde evakuiert, am Donnerstag soll der Unterricht wieder stattfinden. Inzwischen ist auch klar, wer den Einsatz ausgelöst hat.

EVING

, 28.06.2017, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Reizgas versprüht: 12 Schüler und zwei Lehrer verletzt

Die Feuerwehr hat die Schule evakuiert.

Aktualisierung, Mittwoch, 17.26 Uhr: 15-Jähriger soll Reizgas versprüht haben

Die Dortmunder Polizei hat eine zusammenfassende Pressemitteilung veröffentlicht. Nach ersten Erkenntnissen versprühte ein 15-jähriger Schüler Reizgas auf der Toilette. Mehr als ein Dutzend Schüler und auch einige Lehrer klagten daraufhin über Reizungen der Augen und Atemwege sowie über leichte Luftnot. Einige von ihnen konnten nach erfolgter medizinischer Versorgung vor Ort wieder entlassen werden. 12 Schüler und zwei Lehrer kamen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. 

Die Polizeibeamten brachten den 15-Jährigen zunächst zur Polizeiwache, von wo aus ihn schließlich seine Erziehungsberechtigten abholen konnten. 

Den Schüler könnte jetzt einiges an Ärger erwarten. Zunächst hat er eine Straftat mit Körperverletzung begangen, wie Feuerwehrsprecher André Lüddecke erklärt. Auch drohen Schadenersatzforderungen: „Es könnten privatrechtliche Forderungen wie etwa Transportkosten folgen. Insgesamt ist ein mittlerer fünfstelliger Betrag möglich.“

Die Ermittlungen der Polizei dauern an. 

Aktualisierung, Mittwoch, 12.42 Uhr: Schüler soll Einsatz ausgelöst haben

Unser Reporter Tobias Weskamp hat inzwischen mit Schulleiterin Roswita Weber sprechen können. Offenbar hat ein Schüler den Einsatz ausgelöst. Möglicherweise wurde Reizgas freigesetzt. Die betroffenen Räumlichkeiten werden jetzt von einer Fachfirma gereinigt. Unterricht findet heute nicht mehr statt, die Schüler wurden nach Hause geschickt. Am Donnerstag soll der Unterricht wieder stattfinden.

Derweil hat sich die Zahl der Menschen, die vorsorglich ins Krankenhaus gebracht wurden, erhöht. Nach Angaben der Feuerwehr wurden 12 Schüler und zwei Lehrer zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Die weiteren Ermittlungen übernimmt jetzt die Dortmunder Polizei. 

Aktualisierung, Mittwoch, 12.15 Uhr: Sechs Schüler kommen ins Krankenhaus 

Sechs Schüler der Theodor-Heuss-Realschule wurden inzwischen vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, sagt Feuerwehrsprecher Oliver Körner. Die Messungen der Feuerwehr im Gebäude hätten keine Erkenntnisse erbracht. Die Substanz, die auf der Toilette der Schule gefunden worden ist, wurde an die Polizei übergeben. 

Derweil fährt die Feuerwehr den Einsatz langsam zurück, erste Rettungskräfte rücken wieder ab. Das Deutsche Rote Kreuz ist mit 25 Helfern vor Ort.

Aktualisierung, Mittwoch, 11.40 Uhr: Schule wurde evakuiert 

Wie Feuerwehrsprecher André Lüddecke erklärt, wurde die Schule inzwischen evakuiert. Die Menschen, die sich im südlichen Trakt des Gebäudes aufhielten, wurden im benachbarten Heisenberg-Gymnasium untergebracht. Im nördlichen Trakt befanden sich laut Feuerwehr 72 Menschen, sie wurden ins Freie gebracht. 

"Einige Schüler klagen über ein Kratzen im Hals und Atembeschwerden. Sie werden zurzeit untersucht", so Feuerwehrsprecher André Lüddecke. Aktuell klagen 22 Schüler über Beschwerden, vier von ihnen werden vom Rettungsdienst behandelt. Die Einsatzkräfte vor Ort kontrollieren aktuell Raum für Raum. Die flüssige Substanz, die auf der Toilettenanlage entdeckt worden ist, wird weiter untersucht.

Ob und wann der Unterricht an der Theodor-Heuss-Realschule weitergehen kann, ist bislang unklar.

Erste Meldung, Mittwoch, 11.30 Uhr: Großeinsatz in Eving

Wie die Feuerwehr auf Nachfrage bestätigte, gibt es aktuell an der Theodor-Heuss-Realschule einen Großeinsatz. In der Toilettenanlage der Schule wurde eine flüssige Substanz entdeckt. "Wir prüfen aktuell, ob sie ätzend ist", sagte Feuerwehrsprecher Oliver Körner.

Ein Mädchen werde zurzeit vom Rettungsdienst behandelt, 21 weitere Schüler klagen über Symptome. Sie werden nun ebenfalls untersucht. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst sind mit einem Großaufgebot vor Ort. Der Alarm ging gegen 10.15 Uhr bei der Feuerwehr ein. 

Wir berichten weiter.

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