Amtsleiter warnt: Nicht auf den Anruf vom Gesundheitsamt warten!

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Seit einer Woche gibt es wegen der Corona-Pandemie wieder deutliche Einschränkungen für die Dortmunder Bürger. Doch Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken hat darüber hinaus einen guten Rat.

Dortmund

, 21.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Maskenpflicht in Fußgängerzonen, Sperrstunde ab 23 Uhr und bei Treffen im öffentlichen Raum abseits der eigenen Wohnung nur maximal fünf Personen oder Menschen aus zwei Haushalten. So steht es in der jüngsten Allgemeinverfügung der Stadt zur Corona-Schutzverordnung.

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Die Stadt gehe davon aus, dass diese Maßnahmen, wenn sie langfristig eingehalten werden, dazu beitragen, dass die Zahlen wieder runtergehen, erläuterte Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken. Am Mittwoch (21.10.) liegt der Inzidenzwert bei 73,1.

In jedem Fall zu Hause bleiben

Gleichzeitig hat er einen guten Rat an all diejenigen, die wissen, dass sie Kontakt zu einem Neuinfizierten hatten, aber noch keinen Anruf vom Gesundheitsamt erhalten haben, das die Kontakte nachgewiesener Infektionsfälle systematisch verfolgt.

Renken: „Wer davon ausgehen muss, dass er Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte, weil ihm diese das mitgeteilt hat, der sollte auf jeden Fall zu Hause bleiben und gegebenenfalls versuchen, das Gesundheitsamt anzurufen“ – statt auf einen Anruf vom Amt zu warten.

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Denn das Gesundheitsamt erfahre nicht von jedem Kontakt. Gerade in der vergangenen Woche, bevor die Stadt Verstärkung von der Bundeswehr bei der Kontaktnachverfolgung bekommen hatte, sei das häufiger vorgekommen, so Renken.

Schließlich bekomme das Gesundheitsamt nicht mit der Nachricht zu einem Fall eine Namensliste mit 20 Namen und Telefonnummern geliefert, die man nur noch abtelefonieren müsste. „Sondern wir fragen den Fall, mit wem er Kontakt hatte, und manchmal passiert es, dass derjenige jemanden vergisst.“

Effektivster Schutz gegen Übertragung

Deshalb sei es so wichtig, dass Kontaktpersonen, die von sich aus erfahren, dass sie Kontakt zu einem Fall hatten, sich dann beim Gesundheitsamt melden. „Denn das ist unter Umständen eine Information, die wir gar nicht haben“, betont Renken.

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„Der effektivste Schutz gegen eine Übertragung ist, wenn ich nichts übertragen und nichts bekommen kann“, sagt der Amtsleiter weiter. Das bedeute, dass man durch sein eigenes Verhalten ganz wesentlich beeinflussen könne, ob man ein hohes oder niedriges Infektionsrisiko hat.

Doch immer wieder sei in den Kontaktnachverfolgungs-Gesprächen zu erfahren, dass sich nicht alle, die auf einen Anruf des Gesundheitsamtes warten, so verhalten.

Um selbst Infektionen zu vermeiden, brauche man das Gesundheitsamt eigentlich gar nicht, sagt der Leiter: „Wir kommen ja erst, wenn es zu spät ist. Wenn die Übertragung schon stattgefunden hat.“

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