Motorboot mit über 200 PS schießt über den Phoenix-See

Wirtschaft in Dortmund

Auf dem Phoenix-See gilt ein striktes Verbot für Motorboote. Doch jetzt gab es eine Ausnahme. Die Hörder Baumgart Bootswerft hat ein Wahnsinns-Boot gebaut - und durfte es testen.

Hörde

, 02.10.2020, 18:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Letzte Tipps gibt’s vor dem Testlauf des Rennbootes auf dem Phoenix-See.

Letzte Tipps gibt’s vor dem Testlauf des Rennbootes auf dem Phoenix-See. © Jörg Bauerfeld

Mit einem tiefen Gluckern startete der Motor des Speedbootes. Der Mahagoni-Rumpf lag weich im Wasser. „Dass es schwimmen würde, wussten wir. Jetzt müssen wir sehen, wie es fährt“, sagt Stefan Baumgart, der eine Bootswerft an der Nordseite des Sees, hinter der Weingartenschule, führt.

Mit einem Autokran wird das Speedboot zu Wasser gelassen.

Mit einem Autokran wird das Speedboot zu Wasser gelassen. © Jörg Bauerfeld

Und er ist ein wenig nervös. Sieben Jahre lang hat es gedauert, bis der originalgetreue Nachbau des Rennbootes im Wasser lag. Ein Boot, das einmal der Schah von Persien gefahren hat. Im Original erbaut 1936, dann irgendwann verschwunden. Und jetzt wieder aufgetaucht - am Phoenix-See.

Die erste „Miss Persia“ wurde im Jahr 1936 gebaut.

Die erste „Miss Persia“ wurde im Jahr 1936 gebaut. © Jörg Bauerfeld

Ein erster Testlauf sollte es werden. Dafür brauchte es eine Sondergenehmigung der Stadt. Aber wer sollte auch etwas gegen ein Boot „Made in Hörde“ haben, das seine ersten Schwimmversuche macht? Der Oberbürgermeister persönlich gab sein OK.

Ein Blick auf den Motor. Der hat nicht weniger als 220 PS.

Ein Blick auf den Motor. Der hat nicht weniger als 220 PS. © Jörg Bauerfeld

Zusammen mit dem Eigner des glänzenden Rennbootes drehte Baumgart eine Runde. „Es ist ein originalgetreuer Nachbau. Da stimmt jede Schraube“, sagt Baumgart.

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Rennboot auf dem Phoenix-See
© Jörg Bauerfeld

Sogar die original Baunummer habe das Boot bekommen. 70 km/h schafft das zweisitzige Boot auf dem Wasser - eine unglaubliche Geschwindigkeit. Auf dem Phoenix-See gehen nicht mehr als 25 km/h.

Ohne viel Schnickschnack: Das Cockpit des Bootes.

Ohne viel Schnickschnack: Das Cockpit des Bootes. © Jörg Bauerfeld

Da kommt der sechs Zylinder Packard Motor mit seinen 220 PS kaum auf Touren. Der Eigner will das Boot, das rund 200.000 Euro kostet, bei Oldtimer-Rennen fahren - oder einfach genießen.

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