Restaurant La Yuba bietet Steaks auf Türkisch - So schneidet das Steakhaus im Test ab

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Selbstbewusst wirbt das Restaurant La Yuba mit einem „Gourmet-Erlebnis“ an der Olpe. Doch wie gut ist das Team wirklich? So hat es uns beim Restaurant-Check im neuen Steakhaus gefallen.

Dortmund

, 17.12.2019, 12:38 Uhr / Lesedauer: 3 min

Betritt man das Restaurant La Yuba an der Olpe, wird man begrüßt von einem riesigen Stück Fleisch. In einer Vitrine im Eingangsbereich ist ausgestellt, wofür der Laden steht. Das Steakhaus gehört zu der Art Gastronomie, in der Vegetarier nicht ihre größte Freude haben. Fleischfans hingegen können hier richtig viel Spaß haben.

La Yuba gibt es seit Ende November in den Räumen des ehemaligen asiatischen Restaurants Bamboo. Viele Dortmunder wollen sich offenbar gerade ein Bild von den türkischen Fleisch-Liebhabern machen. Gut, dass wir am Samstagnachmittag angerufen haben: Für 19 Uhr waren alle Tische ausgebucht, für 20.30 Uhr haben wir noch einen bekommen.

Die Atmosphäre:

Großzügig eingerichtet, ist das La Yuba äußerst modern. Eine freistehende Treppe führt ins Obergeschoss, als nächstes fällt der offene Küchenbereich mit Steinofen auf, wo Steaks und die anderen Gerichte garniert werden.

Die opulente Lampenkonstruktion nimmt unter der hohen Decke so viel Raum ein, dass sie in kein Wohnzimmer passen würde. Man sitzt gemütlich - die Tische sind angenehm groß, so dass man Brot, Beilage, Hauptgericht und Getränk nicht umständlich herumschieben muss wie in so vielen Restaurants.

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Der Mitarbeiter, der uns empfängt, gibt uns verschiedene Tische zur Auswahl, mit dem wertvollen Hinweis: „Da an der Seite zieht es etwas.“ Im La Yuba ist es eher hell und lebendig als dunkel und ruhig. Die Tische hinten im Raum stehen recht nah aneinander: Wer gerne mit Tischnachbarn ins Gespräch kommt, wird sich wohlfühlen.

Die Kellner, die uns bedienen, sind ausgesprochen gut drauf und schießen dabei auch mal einen flotten Spruch raus. Sie sind höflich, aber eben nicht übertrieben förmlich: Die Mitarbeiter von La Yuba passen zu Dortmund.

Das Essen:

Die Erwartungen sind hoch, schließlich verspricht das Team in der Speisekarte ein „Gourmet-Erlebnis“. Vorweg teilen wir uns zwei kleine Vorspeisen: Es gibt überbackenen Schafskäse mit Gemüse und dazu verschiedenes gebackenes Gemüse mit Joghurtsoße und Brot. Sehr lecker - es gibt aber auch deutlich ausgefallenere Dinge wie Wachtel mit Kichererbsen oder Riesengarnelen mit Pernod-Soße.

Restaurant La Yuba bietet Steaks auf Türkisch - So schneidet das Steakhaus im Test ab

Als das Gericht im tiefen Tonteller am Tisch ankam, blubberte die Soße noch gewaltig. © Kevin Kindel

Als Hauptgang wählt Testperson Nummer eins ein Gericht namens Kerem Yusuf. Im tiefen Tonteller wurden verschiedene Stücke Lamm und Hähnchen zubereitet, dazu gibt‘s eine tomatige „Spezialsoße“ mit gebratenen Kartoffeln. Wir haben nichts auszusetzen - auch nicht am Stargast des Abends: dem argentinischen Rinderfilet.

Was noch nicht erwähnt wurde: Das La Yuba hatte in unserem Check eine ziemlich fiese Ausgangssituation. Schließlich haben wir als die Kritiker unsere letzten Steaks ausgerechnet in Argentinien gegessen. Und die waren wirklich unschlagbar.

Restaurant La Yuba bietet Steaks auf Türkisch - So schneidet das Steakhaus im Test ab

Von außen ist das La Yuba eher unscheinbar. © Kevin Kindel

Auch ohne Urlaubsgefühl schmeckt es an der Olpe aber gut - leider kam das Filet nur deutlich später am Tisch an als der Rest. Gelegentlich kam der Eindruck auf, dass sich das Team noch etwas einspielen muss. Jedenfalls war das Essen aber so reichlich, dass für ein Dessert (es gibt das unverschämt süße türkische Gebäck Baklava) kein Platz mehr war.

Die Preise:

La Yuba ist definitiv nichts für Leute, die ihr Geld zusammenhalten wollen. Zwei Hauptgerichte, zwei Vorspeisen und vier Getränke bringen uns eine stolze Rechnung von 89 Euro ein. Das Rinderfilet kostet ohne Beilage 29 Euro.

Ein kleiner Hinweis, der eigentlich für jedes Restaurant gilt: Eine präzise Bestellung kann dem Portemonnaie guttun. Wir orderten „einen trockenen Rotwein“, also irgendeinen, keinen besonderen - und bekamen 0,2 Liter Cabernet für 8,50 Euro. Weil wir aufs Rinderfilet etwas warten mussten, gab es aber noch je ein Getränk aufs Haus. Ohne, dass das Personal wusste, dass wir diesen Bericht schreiben würden.

Kinderfreundlichkeit:

Die Stimmung im La Yuba ist so offen und freundlich, dass es niemand übel nimmt, wenn ein Kind um den Tisch rennt oder vielleicht auch mal etwas lauter ist. Auf der Karte stehen aber keine ausgewiesenen Kindergerichte. Ziemlich viele Vorspeisen oder Beilagen sind aber in kleinen Portionen erhältlich.

Barrierefreiheit:

Das Erdgeschoss des Restaurants ist komplett barrierefrei zugänglich - inklusive Toiletten. Genügend Tische stehen dort bereit, weitere gibt es im Obergeschoss, das nur über eine Treppe erreichbar ist.

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Anfahrt und Parkplätze:

Am Ostwall gibt es relativ viele kostenpflichtige Parkplätze, von dort aus sind es nur wenige Meter zur Olpe. Die nächsten Bahnhaltestellen zum La Yuba sind Ostentor (U43) oder Stadtgarten (fast alle anderen Linien).

Netzstimmen:

In der kurzen Zeit seit der Eröffnung hat das La Yuba sieben Google-Bewertungen bekommen - allesamt mit der vollen Punktzahl von fünf Sternen. „Kulinarische Sensation“, „wunderbares Essen“ oder „großartige Küche“ ist da zu lesen. Bei Facebook ist das Lob genauso groß.

Restaurant-Infos:

La Yuba, Olpe 39, montags bis sonntags von 17 bis 24 Uhr geöffnet. Weitere Infos gibt es auf der Internetseite oder auf der Facebook-Seite des Restaurants.

Hier finden Sie eine Karte mit allen Tests:



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