Revierpark Wischlingen bereitet sich trotz Corona auf die Saison vor

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Die Corona-Zeit ist für den Revierpark Wischlingen besonders schwierig. Aktuell sind Freibad, Solebad und Sauna dicht. Aber falls es zu Lockerungen gibt, soll alles vorbereitet sein.

Wischlingen

, 21.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es gibt wie in jedem Frühjahr viel zu tun im Revierpark Wischlingen, im Solebad und im Freibad. Doch weil die Einnahmen aufgrund der Corona-bedingten Schließung ausbleiben, wurden die Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt und sind deshalb nicht mehr jeden Tag im Einsatz.

Betriebsleiter Carsten Grimpe ist an manchen Tagen fast allein auf dem Gelände. Doch es tummeln sich einige Handwerksbetriebe im Solebad. Während das Coronavirus den Betrieb auf der Freibad-Seite behindert, bietet die Betriebspause auf der Solebad-Seite Chancen.

Neue Farbe und neuer Schallschutz

In rund zwei Jahren soll das neue Westbad nebenan entstehen. Der Bad-Komplex wird dann neu strukturiert. Für Vorbereitungsarbeiten hätte man das Solebad jetzt sowieso schließen müssen. Hier sollen in Zukunft vor allem Kinder ihren Spaß haben.

Im Vordergrund sieht man das Gerüst, an dem die neue Breitwasser-Rutsche montiert werden soll. Im Hintergrund leuchtet die Solebad-Halle im neuen Blau.

Im Vordergrund sieht man das Gerüst, an dem demnächst die neue Breitwasser-Rutsche montiert werden soll. Im Hintergrund leuchtet die Solebad-Halle im neuen Blau. © Holger Bergmann

Das wird laut. Um die Ohren der Kleinen zu schonen, wird es einen neuen Schallschutz geben, in Form von Schall-Segeln, die man unter die Decke spannt. Alle Bad-Besucher zusammen werden sich über ein neues Farbkonzept freuen können. „Das ist hier immer noch sowas von 1970“, sagt Grimpe.

1000 Quadratmeter ohne Fugen

Draußen geht es derweil weiter, es warten Fugen-Arbeiten im Wellenbecken. Nach einem Winter fehlen immer ein paar Fliesen. Diesmal gibt es zwischen den Fliesen auf 1000 Quadratmetern kaum noch Fugenmaterial.

Das Schwimmbad wird nicht nur für die Saison gereinigt, sondern komplett renoviert mit neuer Farbe und neuem Schallschutz.

Das Schwimmbad wird nicht nur für die Saison gereinigt, sondern komplett renoviert mit neuer Farbe und neuem Schallschutz. © Holger Bergmann

Der Mitarbeiter, dem diese Arbeit bevorsteht, ist gerade im „echten“ Urlaub. Nicht in Kurzarbeit. Danach bleibt im Freien nur noch eine Baustelle. Im Spiel-Becken fehlt noch die neue Breitwasserrutsche. Die wird bald geliefert.

Doch auch wenn alles wie geplant fertig ist, bleiben die Becken erstmal leer. Sie werden erst gefüllt, wenn alle Corona-Beschränkungen aufgehoben werden.

„Freibad ist im Prinzip eine Großveranstaltung“

Carsten Grimpe hat aber kaum Hoffnung auf eine schnelle Erlösung von der aufgezwungenen Auszeit: „Das Freibad ist im Prinzip eine Großveranstaltung und die sind bis zum 31. August verboten.“

Wegen der Corona-Krise gibt es keine Besucher, dafür aber viel Zeit für allerlei Pflege-Arbeiten.

Wegen der Corona-Krise gibt es keine Besucher, dafür aber viel Zeit für allerlei Pflege-Arbeiten. © Holger Bergmann

Geschäftsführer Bernd Kruse fürchtet den Verlust einer ganzen Saison. „Wir stehen ganz unten auf der Liste der Dinge, die wieder erlaubt werden“. Zu dem schlechten Gefühl kommt, dass die Bilanz 2019 nicht so gut ausgefallen ist. „Ein durchschnittliches Jahr“, sagt Kruse.

Das liegt daran, dass der Freibad-Besucher empfindlich ist. „Es braucht drei heiße Tage, bevor die meisten Gäste auf die Idee kommen, ins Freibad zu gehen. Und an dem Tag muss der Wetterbericht perfekt sein“, erklärt Kruse.

In diesem Jahr ist das Wetter aber eher nebensächlich.

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