Bekannte Aplerbecker Immobilie verschwindet vom Markt – Was passiert jetzt mit dem Rewe-Markt?

rnImmobilien in Dortmund

Verschwindet ein Immobilienangebot aus dem Internet, ist meistens ein Verkauf der Grund. Die Zukunft eines Mehrfamilienhauses mit Supermarkt im Dortmunder Süden gibt allerdings Rätsel auf.

Aplerbecker Mark

, 11.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Immobilie war lange auf dem Markt. In den einschlägigen Verkaufsportalen im Netz wurde sie angeboten wie Sauerbier. Es geht um ein Mehrfamilienhaus im Dortmunder Süden. Mit einem Ankermieter, der sich sehen lassen kann – einem Rewe-Markt.

„Wohn- und Geschäftshaus in 44287 Dortmund mit 446 Quadratmeter als Kapitalanlage günstig kaufen“, stand beispielsweise auf der Immobilienseite der Sparkasse Dortmund. 2,4 Millionen Euro sollte das Gebäude samt Grundstück kosten.

Anzeige plötzlich verschwunden

Seit der vergangenen Woche ist die Anzeige verschwunden. Ist das Gebäude samt Supermarkt etwa verkauft? „Wir können es auf jeden Fall nicht mehr anbieten“, sagt Maik Wlodarsch, Immobilienberater bei der Sparkasse Dortmund ein wenig kryptisch. Ein Verkauf über die Sparkasse habe jedenfalls nicht stattgefunden.

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Aber was ist nun mit der Immobilie? Und vor allem: Was ist mit dem Rewe-Markt?

Der zumindest scheint gesichert. „Ein möglicher Verkauf des von Ihnen angesprochenen Mehrfamilienhauses hat aufgrund eines laufenden und weiterhin gültigen Mietvertrages keinen Einfluss auf den Standort des Rewe-Marktes in Dortmund, Schwerter Straße 299“, sagt Annika Amshove, Pressesprecherin bei Rewe, auf Nachfrage unserer Redaktion.

Gewerbemietverträge haben oft Befristung

Könnte das vielleicht der Grund sein, dass das Gebäude keinen Käufer gefunden hat? „Ein neuer Eigentümer übernimmt ja erst einmal den Mietvertrag, wie er vom Verkäufer aufgesetzt wurde. In Gewerbemietverträgen gibt es meistens Befristungen“, sagt Maik Wlodarsch. Das sind oft die festgelegten Jahre, in denen das Objekt vom Mieter, hier eben dem Rewe-Markt, betrieben wird.

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Diese Mietverträge gelten bei gewerblichen Immobilien genauso wie bei Wohnungen. „Es gibt da im Bürgerlichen Gesetzbuch einen Paragrafen, der das regelt“, sagt Wlodarsch.

Betongold gilt als gute Kapitalanlage

Fragt sich nur, warum das Gebäude scheinbar nicht veräußert werden konnte. „Bei solchen Immobilien ist das so, dass die am Ende des Tages jemand kauft, der sein Geld in diesen Objekten anlegen will“, sagt der Immobilienberater. „Oder einer, der die Räumlichkeiten selber nutzen möchte.“ Es sei eine Kapitalanlage, Betongold, wie es auch genannt wird.

Das funktioniere aber auch nur, wenn das Gesamtpaket stimme. Wenn also das Verhältnis der Einnahmen zu den Ausgaben attraktiv sei. Ob und wann das Objekt wieder im Netz auftaucht, ist fraglich. Sicher ist jedoch, dass der Rewe erst einmal an dem Standort Schwerter Straße bleibt.

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