Die Deutsche Bahn will Hunderte Millionen Euro in Dortmund investieren. © Oliver Schaper (Archiv)
Deutsche Bahn

Riesen-Investition am Hafen soll Dortmund 500 neue Jobs bringen

Die Deutsche Bahn will am Dortmunder Hafen ein Großprojekt starten. Am Montag (18.10.) versprach sie den Dortmundern nicht nur etliche neue Jobs, sondern erklärte auch, was es kosten soll.

Einen neunstelligen Betrag wird allein der Bau des neuen ICE-Werks der Deutschen Bahn am Dortmunder Hafen kosten. Das Projekt ist für die Bahn ein Meilenstein und soll Hunderte Jobs und viel Geld in die Region bringen. Am Montag wurden die Details des Bauvorhabens vorgestellt.

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst sowie die Bahnvorstände Ronald Pofalla (Infrastruktur) und Berthold Huber (Personenverkehr) sind dazu in Düsseldorf vor Presse und Livestream getreten. Schon diese Besetzung macht das Gewicht der Investition deutlich.

Bau soll Aufschwung für die Region bringen

400 Millionen Euro will sich die Deutsche Bahn das zweite Dortmunder ICE-Werk kosten lassen. Es soll nach dem Vorbild des erst kürzlich in Betrieb genommenen Werks in Köln komplett klimaneutral arbeiten. Wenn das Werk 2027 in Betrieb geht, sollen dort 500 Menschen arbeiten. „Sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze“, wie Hendrik Wüst betont.

Vieles an dem Projekt soll Dortmund und der Region zugutekommen. Der Bau des Werks soll „im Umfeld“ ausgeschrieben werden, betont Ronald Pofalla. „Dortmund war zu Hochzeiten der Schwerindustrie wichtiger Treiber für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes. Wir sind stolz, nun ein Treiber für den Aufschwung der Region zu sein.“

Entstehen soll das Werk auf dem Gelände des 2007 stillgelegten Güterbahnhofs am Hafen. Im ersten Halbjahr 2022 will die Bahn ihre Pläne in einem Bürgerdialog vorstellen. Der Baubeginn ist für das Jahr 2025 geplant.

Meilenstein für Mobilität und Klimaschutz

Bahnvorstand Berthold Huber bezeichnete das neue Werk als einen „wesentlichen Meilenstein“ für den Ausbau der ICE-4-Flotte der Bahn. Es sei wichtig nicht nur für NRW, sondern für die Umsetzung des „Deutschlandtaktes“, der viele Metropolen im 30-Minuten-Raster verbinden soll.

Zudem leiste das Werk, das unter anderem durch Solarenergie und Niedrigenergiebauweise klimaneutral betrieben werden soll, einen Beitrag zum Klimaschutz. Dieser sei „eine, wenn nicht die größte Herausforderung für unsere Generation“, so Berthold Huber.

Oberbürgermeister begrüßt Pläne

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal war per Video-Botschaft aus dem bereits bestehenden ICE-Werk in der Nordstadt in der Pressekonferenz vertreten. Er betonte, dass das Jahr 2027 mit der Internationalen Gartenausstellung (IGA) auch eine Gelegenheit für Dortmund sei, sich zu präsentieren.

Das Werk sei ein gutes Beispiel dafür, dass Dortmund eine Stadt sei, die ehrgeizig sei, sich modernisiere und gleichzeitig ihre Seele bewahre. Zudem stärke das Projekt den Wirtschaftsstandort Dortmund. Die Bahn begründet ihre Entscheidung für Dortmund damit, dass hier besonders viele Linien des Fernverkehrs enden oder beginnen.

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Redaktion Dortmund
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Bastian Pietsch