Roboter stürmen aufs Tor

DORTMUND Zwei Weltmeisterschaften stehen uns im Sommer bevor. Zwei? Genau, denn außer der deutschen Mannschaft mit Ballack & Co. gehen die „Dortmund Droids“ für Deutschland aufs Fußballfeld, um den WM-Titel beim diesjährigen Fira RoboWorld Cup zu holen.

von Ruhr Nachrichten

, 01.07.2006, 12:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die kleinen, mobilen Roboter sind startklar – ausgerüstet mit Speicherchip, neuem Motor und einer Menge komplexer Daten, die ihnen Befehle geben, strategisch und kooperativ zu spielen. Und Tore zu schießen.Kameras über dem Spielfeld erfassen sekundenschnell die aktuellen Spielbilder und schicken Funksignale mit dem Befehl wie „fahr nach rechts“ oder „Angriff“ an die rund 8x8 Zentimeter großen Roboter.

Die Macher hinter den „Dortmund Droids“: die Projektgruppe des Fachbereichs Informatik der Universität. Seit 1999 geht die Universität mit ihren eigens gebauten Robos für Deutschland an den Start.2002 reichte es sogar zum Vizeweltmeister. Doch dieses Jahr sehe es nicht ganz so rosig aus, gesteht Informatikstudent Volkmar Frinken. Der 25-Jährige tüftelt seit rund einem Jahr mit elf weiteren Kommilitonen an der Robo-Mannschaft. Dabei setzen sie die Projektarbeit von sieben Jahren fort – verbessern, verändern und verheißen für dieses Jahr doch leider nur einen Platz „im guten Mittelfeld“.

„Wir mussten uns zuerst auf den Bau von schnelleren Robos konzentrieren“, entschuldigt Informatikstudent Franken. Deshalb liege die Strategie der Fußballspieler mit Chip etwas im Verzug. Bis zum 30. Juni haben die Tüftler noch Zeit, daran zu feilen. Dann findet bis zum 3. Juli in den Westfalenhallen der RoboWorld Cup statt.

Die besten Mannschaften der Welt – von Argentinien bis zum amtierenden Weltmeister Singapur – werden in acht unterschiedlichen Disziplinen gegeneinander antreten. Immer 2 mal 5 Minuten. Ein Hard- und Software-Ereignis der Extraklasse. Klarer Favorit und absolute Robocup-Verrückte sind die Asiaten.

Bislang gilt Deutschland als „eleganter Spieler“ mit einem „aktivem Torwart“. Mal schau`n, wer in den beiden Weltmeisterschaften den Titel holt, wer besser programmiert ist – Mensch oder Maschine."

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