Rollifahrer genießen Natur

IM NORDOSTEN Ein Prunkstück der Naturfreunde und -schützer ist der Lehrpfad "Alte Körne" zwischen Scharnhorst und Kurl. Das hat sich herumgesprochen. Eine nicht alltägliche Wanderung unternahmen dort gehandicappte Bewohner des Wohn- und Begegnungszentrums Zehnthof.

11.09.2008, 17:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im WBZ leben 25 jüngere pflegebedürftige Menschen. Die Mehrzahl der Bewohnerinnen und Bewohner im Bereich "Junge Pflege" sind zwischen 40 und 55 Jahre alt. Der Anteil der Rollstuhlfahrer ist hier sehr hoch.

Ein ausgedehnter Spaziergang durch die Natur war schon seit längerem ein Wunsch - besonders der "Rollifahrer". Durch die Verbindung der Städtischen Seniorenheime Dortmund GmbH mit dem Seniorenbüro Scharnhorst wurde der Kontakt zu den Machern des Naturlehrpfades hergestellt.

Pause in Kurl

Zur Vorbesprechung trafen sich die Beteiligten im städtischen Begegnungszentrum an der Gleiwitzstraße. Auf kurzen und unbürokratischen Wegen wurden die Details der Wanderung entwickelt. In einem Gespräch mit Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny wurde das St. Elisabeth-Krankenhaus in Kurl als Ort für eine ausgiebige Pause vorgeschlagen. Dort war man auch sofort bereit, die ankommenden Wanderer zu bewirten. Das Restaurant bietet viel Platz, auch für Rollstuhlfahrer; der Zugang und die gesamte Örtlichkeit sind barrierefrei.

Der Ausflug begann bereits im "Zehnthof". Vier speziell für Rollstuhltransporte ausgelegte Fahrzeuge und ein Kleinbus brachten die Wanderer zum Eingang des Naturlehrpfades an der Kafkastraße.

Viele Informationen

Dort wurde die Gruppe von Anton Goldkuhle vom Initiativkreis Naturlehrpfad empfangen und über den Weg fachkundig begleitet.

An den einzelnen Lehrtafeln wurde Halt gemacht, und zwei Mitarbeiter des Initiativkreises gaben ihr Wissen auf interessante und kurzweilige Art weiter. Nach gut zweistündiger Tour aßen die erschöpften Wanderer in der Klinik an der Kurler Straße zu Mittag. Dann ging es mit den Fahrzeugen zurück.

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