RP Bollermann schaltet sich in Hamster-Affäre ein

Mobbing-Vorwurf

Die Mobbing-Vorwürfe rund um einen Hamster im Unterricht an der Johann-Gutenberg-Realschule beschäftigt zunehmend die Bezirksregierung Arnsberg. Die Behörde leitete am Montag ein disziplinarisches Vorermittlungsverfahren gegen die betroffene Lehrerin ein.

DORTMUND

von Von Daniel Müller

, 07.11.2011, 18:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Hamster.

Ein Hamster.

„Sollte sich das Verhalten der Lehrerin bestätigen, wäre dies pädagogisch nicht akzeptabel und bedarf einer intensiven Nachbereitung“, macht Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann nachdrücklich deutlich. „Für mich steht der sensible Umgang mit den Kindern an erster Stelle“, sagt der RP.Der Schulleiter der Realschule wollte sich auf Anfrage nicht äußern und verwies auf das schwebende Verfahren. Zur Erinnerung: Die betroffene Lehrerin bat die Kinder am ersten Schultag, etwas mitzubringen. Carina brachte ihren Goldhamster Attila in einem so genannten „Race Ball“, einem runden Laufball für das Nagetier, mit. Daraufhin sei das Kind von seiner Lehrerin direkt als Tierquälerin bezeichnet worden, sagt Dorawa. 

Dazu soll die Lehrerin gesagt haben: „Du bist genauso verlogen wie dein Bruder.“ Carinas älterer Bruder geht auch auf die Schule. Außerdem soll sie die Schüler aufgefordert haben, einen Aufsatz über Tierquälerei zu verfassen. Daraufhin verfassten die Eltern eine Dienstaufsichtsbeschwerde. Am Dienstag soll es ein Gespräch zwischen Bollermann, den Eltern, dem Leiter der Schulaufsicht und dem Schulleiter der Realschule geben.

Dortmund am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter Über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Lesen Sie jetzt