Rund 4000 Telekom-Mitarbeiter streikten in Dortmund

Hansaplatz

Frühling, Sonne, Pfeifkonzert: Rund 4000 Beschäftigte der Deutschen Telekom aus NRW haben am Dienstag an einem Demonstrationszug sowie einer Abschlusskundgebung auf dem Hansaplatz teilgenommen. Die Gewerkschaft Verdi hatte dazu aufgerufen. Sie will in den Tarifverhandlungen den Druck auf die Telekom erhöhen.

DORTMUND

, 12.04.2016, 11:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Großer Auflauf auf dem Hansaplatz: Nach Angaben der Polizei fanden sich dort rund 4000 Beschäftigte der Telekom aus ganz NRW ein, die zuvor an einem Demonstrationszug durch die südliche Innenstadt teilgenommen hatten.

Großer Auflauf auf dem Hansaplatz: Nach Angaben der Polizei fanden sich dort rund 4000 Beschäftigte der Telekom aus ganz NRW ein, die zuvor an einem Demonstrationszug durch die südliche Innenstadt teilgenommen hatten.

Am Dienstagvormittag zogen die Telekom-Mitarbeiter durch die südliche Innenstadt in Richtung Hansaplatz. "Dieser lange Zug durch die Stadt, das war imposant", fand Mitarbeiterin Bianca Weber aus Dortmund.

Am Hansaplatz fand ab 11.30 Uhr die rund eineinhalbstündige Abschlusskundgebung statt. Bei Musik und reichlich Sonne wirkten die Beschäftigten gut gelaunt.

#Hansplatz in Dortmund füllt sich, 2500-3000 Mitarbeiter der #Telekom sollen hier sein. Gleich Kundgebung. pic.twitter.com/Cfmdwd7eTe

— Michael Schnitzler (@SchnitzlerM) 

Der Anlass der Zusammenkunft sei aber äußerst ernst, rief ein Verdi-Redner von der Bühne: "Die Telekom bringt uns als Mitarbeitern nicht die nötige Wertschätzung entgegen." Zu streiken, sei für machen nicht leicht, weil "wir der Firma wirtschaftlichen Schaden zufügen". Dies sei aber erforderlich, damit der Arbeitgeber sich in den Verhandlungen bewege.

600 Dortmunder Telekom-Beschäftigte am Streik beteiligt

Rund 600 Dortmunder Telekom-Beschäftigte beteiligten sich nach Angaben von Michael Bürger an dem ganztägigen Streik. Auch Bürger, Verdi-Geschäftsführer in Dortmund, sprach von der Bühne auf dem Hansaplatz zu den Streikenden. "Ohne Druck bewegt sich der Arbeitgeber nicht - dann muss er den nötigen Druck spüren." Und: Wenn die Telekom auf stur schalte, sehe man sich bald in Dortmund oder woanders wieder.  

Am Dienstag sollten in Bonn die Tarifverhandlungen in die vierte Runde gehen. Die Gewerkschaft Verdi fordert von der Telekom unter anderem fünf Prozent mehr Lohn und den vertraglichen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen.

Die Telekom hatte zuletzt angeboten, die Gehälter in zwei Schritten und über zwei Jahre um 2,8 Prozent anzuheben. Bundesweit wollten sich laut Verdi etwa 12.500 Telekom-Beschäftigte an den Arbeitsniederlegungen beteiligen.

mit dpa-Material

 

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