Rundgang über die Baustelle Hörder Burg

Sparkassen-Akademie

800 Jahre alt ist die Hörder Burg. Zurzeit wird sie gründlich modernisiert und zur Sparkassen-Akademie umgebaut. Doch Bauherr Diag, Architekten und Denkmalschützer legen großen Wert darauf, möglichst viele alte Schätze zu bewahren. Wir haben einen Baustellen-Rundgang gemacht - und zeigen viele Fotos.

HÖRDE

, 12.05.2016, 16:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
So sieht es auf der Baustelle Hörder Burg aus.

So sieht es auf der Baustelle Hörder Burg aus.

Es staubt mächtig auf den Fluren der alten Burg. Der Umbau läuft auf Hochtouren. Und dabei stoßen die Handwerker immer wieder auf Überraschungen. „Ich als alter Hörder hätte nicht gedacht, dass noch soviel Material aus der ersten Bauphase der Burg zu sehen ist“, gesteht Richard Schmalöer. Das Büro Schamp und Schmalöer ist federführend bei den Planungen für den Umbau der Burg zur Sparkassenakademie und die ergänzenden Neubauten.

Und die Planer mussten bei der Entkernung und Umgestaltung der alten Räume immer wieder auf neue Funde reagieren. So tauchten beim Abschlagen von altem Putz an verschiedenen Stellen mehrere hundert Jahre alte Farbelemente oder Bauelemente wie Türbögen aus der Zeit der Renaissance auf. „Man sieht, dass dieses Haus immer wieder umgebaut worden ist“, stellt Richard Schmalöer fest. Den größten Eingriff gab es wohl zum Ende des 19. Jahrhunderts, als die Burg Verwaltungssitz des Stahlunternehmens Phoenix war und das mittelalterliche Gemäuer das heutige historisierende Aussehen bekam.

Balken aus Stuck

Unter einer abgehängten Decke verbarg sich augenscheinlich eine Holzbalkendecke, die wohl aus dieser Umbauzeit stammt. Doch die Balken sind nicht echt, sondern aus Stuck. „Es ist, wie die Denkmalschützer glauben, die wohl einzige Holzimitat-Stuckdecke in Dortmund“, berichtet Schmalöer. Diese Holzimitatdecke soll ebenso erhalten bleiben wie alte Natursteinmauern, historische Farbelemente oder Schriftzüge an den Wänden. Die historischen Stuckdecken im Obergeschosse werden zur Zeit von Stukkateuren mühevoll restauriert und ergänzt.

Richard Schmalöer spricht von „Sichtfenstern in die Geschichte des Hauses.“ So wird die alte Hörder Burg nicht nur zur Ausbildungsstätte für Sparkassen-Mitarbeiter, sondern auch zu einem ganz besonderen Zeugnis der Baugeschichte. 

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