Sanitäranlagen an Brackeler Turnhalle sind in katastrophalem Zustand

rnAn der Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule und mit ihr viele Vereine warten dringend auf den Neubau zweier Sporthallen an der Haferfeldstraße. Dafür gibt‘s Hoffnung.

Brackel

, 21.03.2019, 15:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im September 2016 hat diese Redaktion darüber berichtet, dass die Geschwister-Scholl-Gesamtschule an der Haferfeldstraße zwei neue Dreifachsporthallen erhält. Das ist rund zweieinhalb Jahre her. Passiert ist seither nichts.

Nun meldet sich die Handballabteilung von DJK Saxonia zu Wort, die mit einigen Senioren- und Jugendmannschaften in einer der beiden alten Hallen trainiert. Die Zustände dort seien untragbar sagt beispielsweise Jugendwart Marcel Fries, der die weibliche B-Jugend trainiert. Alles wirke alt und marode. Dort sei seit mindestens zehn Jahren nichts mehr geschehen. Es gebe Schimmelbefall und alles mache einen schon fast ekeligen und unsauberen Eindruck.

Aus den wenigen Toiletten, die nicht verschlossen seien, stinke es extrem. Und man könne im Grunde nur noch drei Duschen benutzen. Bei den anderen müsse man von Dusche zu Dusche springen, um richtig nass zu werden, weil die Wasser-Strahlen in alle möglichen Richtungen gehen.

Handballteam hat das Duschen verweigert

Im vorigen Jahr, als die erste Saxonia-Mannschaft in der Bezirksliga spielte, seien die Vereins-Mitglieder regelmäßig von den Gastvereinen auf den Zustand der Halle angesprochen worden. Die Krönung sei ein Bochumer Verein gewesen, dessen Spieler im Anschluss an das Spiel zum Duschen in ihre Heimhalle gefahren seien. Marcel Fries: „Das ist einfach nur noch peinlich für Dortmund“.

Sanitäranlagen an Brackeler Turnhalle sind in katastrophalem Zustand

© DJK Saxonia

In den vergangenen Jahren fanden außerdem Handballturniere mit internationalen Gästen (unter anderem aus Frankreich und Holland) statt. Damals habe der Verein eigenständig die sanitären Anlagen gereinigt und den Schimmel versucht zu bearbeiten. Am ersten Juliwochenende dieses Jahres steht nun wieder ein Turnier an. Auch dafür sei wieder eine vorherige Aufräum- und Putzaktion geplant, denn so könne man keine auswärtigen Gäste empfangen.

In der Halle ist Handball-Harz verboten

Fast lächerlich mute es vor diesem Hintergrund übrigens an, dass ausgerechnet in dieser abgewrackten Halle das Harz verboten sei, das die Handballer gerne für ihre Bälle benutzen, um sie stumpfer und griffiger zu machen.

Andere Hallen dagegen, in denen der Verein ebenfalls trainiert, seien in besserem Zustand: wie die Halle an der Franziskus-Grundschule oder die Halle Nord in der Nordstadt.

Sanitäranlagen an Brackeler Turnhalle sind in katastrophalem Zustand

© Djk Saxonia

Der Verein benötige dringend eine neue Halle in der östlichen Innenstadt, wo er auch seinen Sitz hat. Für einige Kinder, die die Landgrafen-Grundschule besuchen, sei die Anfahrt nach Brackel schon relativ weit und umständlich. Andererseits gebe es einige Neuanmeldungen aus dem Hohenbuschei-Gebiet.

Auch Schulleiter Zielonka wartet die neuen Hallen

Klaus Zielonka, Schulleiter der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, sieht die Situation ähnlich wie die Handballer. Die Halle selbst sei zwar noch zu gebrauchen, aber die sanitären Anlagen und der Umkleidebereich seien alt und marode. Auch er warte sehnlichst auf die beiden versprochenen Dreifachhallen.

Stadtsprecher Maximilian Löchter sagt nun: „Der Bauantrag für die Dreifachsporthallen wurde bereits Anfang März eingereicht, der Baubeginn ist für September 2019 geplant. Der Auftrag wurde bereits vergeben. Die Fertigstellung der Sporthallen soll im November 2020 erfolgen. Das Budgetvolumen der Sporthallen liegt bei rund 10 Millionen Euro und ist ein Gute-Schule-2020-Projekt.“

Lesen Sie jetzt