Sascha und Tialda veröffentlichen Dortmund-Lied

Ex-"Popstars"

Einmal Popstar und zurück. Am 6. Dezember 2007 gewannen Sascha Salvati (28) und Tialda van Slogteren (27) die Casting-Show „Popstars“. Das ist jetzt fünf Jahre her. Heute machen die beiden immer noch Musik. Ohne Plattenfirma, aber auch ohne Knebelvertrag. Und haben jetzt einen Dortmund-Song geschrieben.

DORTMUND

von Von Alexandra Neuhaus

, 28.11.2012, 05:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sascha und Tialda veröffentlichen Dortmund-Lied

Einmal Popstars und zurück: Die Dortmunder Sascha Salvati und Tialda van Slogteren gewannen 2007 die Casting-Show Popstars. Die Musik haben sie aber auch nach dem Auslaufen ihres Plattenvertrags nicht aufgegeben.

Die Haare sind länger geworden, der Ton dunkler und der Stil erwachsener. Sascha Salvati sitzt in seinem Musikgeschäft, das er seit zwei Jahren leitet. „War schon ’ne irre Zeit“, sagt der Dortmunder. Irre – damit meint er die Zeit in der Band „Room 2012“, die aus der Fernsehsendung „Popstars“ hervorging. Aus dem Nichts wurde aus dem damaligen 23-jährigen Fitnesstrainer ein deutsches Mediengesicht. Er sang vor einer Millionen Menschen am Brandenburger Tor, füllte mit den Bandkollegen die großen Hallen, ging mit US-Superstar Rihanna auf Tournee. „Wir mussten uns um nichts kümmern. Einfach nur funktionieren.“ Ein Selbstläufer, der sich irgendwann tot lief.

 Aus dieser Zeit ist ihm nichts geblieben. Außer seiner Freundin: Tialda van Slogteren. Die gebürtige Holländerin war die weibliche Stimme der Band. Seit Anfang des Jahres lebt sie mit Sascha in Dortmund (Van Slogteren: „Ich bin verliebt in die Stadt“).

 Damals durfte die Öffentlichkeit nicht wissen, dass sie ein Paar sind. „Um bei der Zielgruppe der Teenies gut anzukommen, war es einfach besser, wenn wir nach außen hin Single waren“, sagt Sascha Salvati.  

 Rund eineinhalb Jahre wurden sie gefeiert, von Show zu Show gereicht, dann wurde es ruhiger. „Plötzlich rief niemand mehr an“, erinnert sich Sascha Salvati. „Wir waren die erste Popstars-Band, die gefloppt sind.“ Gefloppt – weil sie nicht wie ihre Vorgänger „No Angels“ oder „BroSis“ direkt auf Platz eins starteten. Heute, in Zeiten, in denen Casting-Bands eigentlich direkt nach dem Ausstrahlen der letzten Sendung schon im Nirwana der Castingsternchen verschwinden, würde ein Platz sieben wohl wieder gefeiert. „Die Popstars-Sendung ist inzwischen total verramscht“, sagt Sascha Salvati. Es gehe nur noch darum, Geld mit Fernsehen zu machen, die Musik sei eigentlich egal. „Und das merken die Leute.“ Die letzte Staffel hatte nicht mal eine Millionen Zuschauer.  Ihr Plattenvertrag ist 2009 ausgelaufen. „Wir wollten ihn nicht verlängern“, sagt Tialda van Slogteren. Ein Knebelvertrag sei das gewesen, sieben Jahre hätten sie sich exklusiv verpflichtet, ohne eine Garantie auf Auftritte zu haben, ohne Erlaubnis hätten sie gar keine Musik machen dürfen. „Das wäre einem Berufsverbot gleich gekommen.“  

 Einmal Popstar und zurück – alle Bandmitglieder entschieden sich für den Schritt raus aus dem Rampenlicht. Tialda gibt heute Gesangsunterricht, Sascha leitet das Musikgeschäft – zusammen machen sie weiter Musik. „Für uns ist danach keine Welt zusammen gebrochen“, sagt Tialda van Slogteren. Stattdessen arbeiten sie weiter an ihrer eigenen Musikwelt, treten mit einer Coverband auf, oder schreiben eigene Song, wie die musikalische Liebeserklärung an Dortmund.  „Dortmund – der Mund, den ich küssen will“ rappt Sascha Salvati da, während die Neu-Dortmunderin Tialda van Slogteren im Video durch Dortmund läuft. Die Botschaft: Dortmund ist mehr als nur der BVB – passend zur aktuellen Slogan-Suche (wir berichteten). „Die Stadt verdient etwas Rockiges“, findet Sascha Salvati und liefert mit seinem Dortmund-Song einen weiteren kreativen Input, den sich die hochbezahlten Slogan-Sucher aus Essen gerne zum Vorbild nehmen dürfen.

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