Saturn verkleinert sich in vielen Städten - droht das auch in Dortmund?

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Rund um Dortmund verkleinern sich die Saturn-Elektronikmärkte. Steht das auch den beiden Dortmunder Filialen am Westenhellweg und in Eving bevor? Wir haben nachgefragt.

Dortmund

, 23.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Saturn-Elektromärkte in der Region haben sich in den vergangenen vier Jahren sichtbar verändert. Ein Blick über Dortmund hinaus zeigt auf, dass eine Vielzahl von Filialen der Unternehmens-Kette verkleinert wurde. Egal, ob nun umgebaut oder gleich umgezogen wurde - durchweg haben die Märkte in den vergangenen vier Jahren ihre Verkaufsflächen reduziert. Das war schon in Witten, in Hagen, Lüdenscheid, Iserlohn und zuletzt in Lünen der Fall.

Fakt ist, dass Ceconomy, das Mutter-Unternehmen der für die Handelskette verantwortlichen Media-Saturn, derzeit ein Sanierungsprogramm umsetzt, um seine hauseigenen Sorgenkinder Saturn und Media-Markt wieder auf wirtschaftlich sichere Beine zu stellen. Denn der florierende Online-Handel bereitet den stationären Läden der großen Ketten ernste Probleme. Erster Schritt der Umstrukturierung des Handelskonzerns war jüngst ein massiver Personalabbau in der Konzernzentrale in Ingolstadt. Ist die Krise bei Media-Saturn nun auch Ursache für die Verkleinerung der Läden? Eine Unternehmenssprecherin verneint das auf Anfrage.

Standortoptimierung bei Saturn

„Media-Saturn überprüft sein Markt-Portfolio, wie auch schon in der Vergangenheit, permanent auf Möglichkeiten zur Optimierung. Daraus können Neueröffnungen wie unser Saturn Flagship-Store in Köln und der Saturn in der Berliner East Side Mall im vergangenen Jahr, die anstehende Neueröffnung von Media-Markt in Leer sowie Schließungen aufgrund besonderer Gegebenheiten bei einzelnen Märkten oder eben auch Veränderungen von Flächengrößen resultieren“, heißt es in der Erklärung. Zudem wären die Verkleinerungen auch ein Resultat veränderter Technik: Grundsätzlich seien Fernseher und Hi-Fi-Anlagen in den vergangenen Jahren auch kleiner und damit platzsparender geworden.

Darüber, ob und wann gar der Saturn-Markt am Dortmunder Westenhellweg von einem Umbau betroffen ist, will die Sprecherin keine konkrete Aussage treffen. „NRW ist eine sehr wichtige Region für uns, in der wir auch eine sehr hohe Marktabdeckung haben. Wie in ganz Deutschland überprüfen wir auch hier unser Marktportfolio stetig und halten unsere Kunden immer auf dem Laufenden, sobald Veränderungen anstehen. Der Saturn am Dortmund Westenhellweg ist unser ältestes Haus in der Region und der Mietvertrag wurde vor Kurzem verlängert.“

Vermieterin der Räume ist die Galeria Kaufhof GmbH, die mittlerweile zu 100 Prozent der Signa-Holding aus Österreich gehört. Die Signa-Unternehmensgruppe hatte erst vor wenigen Wochen die restlichen Anteile von Karstadt-Kaufhof übernommen, die bisher noch von der kanadischen HBC gehalten wurden.

Keine klaren Aussagen

Ob in nächster Zeit etwaige Veränderungen der Saturn-Filiale in der Evinger Straße oder bei den Media-Markt-Standorten im Indupark Kley und in Hörde ins Haus stehen, darüber schweigt man sich in der Zentrale in Ingolstadt aus. „Wir modernisieren stetig unser Marktportfolio und optimieren unsere Märkte dabei nach dem neuesten Ladenbaukonzept – dazu gehören unter anderem eine neue Möblierung und deutlich verbesserte Vorführmöglichkeiten. Ähnlich wie bei Saturn überprüfen wir auch für Media-Markt unser Marktportfolio stetig und halten unsere Kunden auf dem Laufenden, sobald Veränderungen anstehen“, heißt es auf Anfrage.

Sofern Verkleinerungen der bestehenden Märkte vorgenommen werden würden, gingen damit allerdings keine Personalveränderungen einher. Die Sprecherin räumt jedoch ein, dass je nach Markt-Standort Sortimentsveränderungen stattfinden können: „Durch die Dezentralität unserer Märkte kann jeder sein Sortiment der lokalen Kundennachfrage anpassen und entsprechende Schwerpunkte setzen."

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