SC Husen-Kurl trainiert bald wieder – mit Flatterband und Desinfektionsbar

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Der Fußballverein SC Husen-Kurl trainiert demnächst wieder. An diese neuen Regeln müssen sich alle Spieler halten. Eine interessante Rolle spielt dabei ein altes Tor.

Husen

, 14.05.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der SC Husen-Kurl bereitet sich auf den Neustart vor – zumindest was das Training angeht. Der Spielbetrieb geht bekanntlich erst frühestens zur neuen Saison wieder los.

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„Wir sind mit den Öffnungsabsichten der Landesregierung kalt erwischt worden“, sagt Vereins-Sprecher Timo Lammert. „Aber wir haben dann sofort begonnen, uns in einer Videokonferenz damit auseinanderzusetzen und Aufgaben zu verteilen.“

Zwar habe sich die Stadt Dortmund noch nicht konkret geäußert, wann es denn nun losgehen soll, aber der Verein an der Husener Eichwaldstraße sei bereit.

Abstandsregeln müssen eingehalten werden

Zu den Regeln gehören: Es müssen genügend Seife, Papier und Desinfektionsmittel vorhanden sein, die Abstandsregeln müssen eingehalten und markiert werden (auch für mögliche Zuschauer), es muss alles schriftlich dargelegt werden, und es müssen ein separater Ein- und Ausgang geschaffen werden.

Im Eichwaldstadion fungiert nun das bisher nicht mehr genutzte Tor hin zur Sporthalle als Ausgang. Lammert: „Wir mussten extra ein neues Schloss anbringen lassen, weil zu dem alten im ganzen Verein nur noch ein Schlüssel existierte.“

"Das ist unsere Desinfektionsbar", sagt Timo Lammert vom SC Husen-Kurl scherzhaft

"Das ist unsere Desinfektionsbar", sagt Timo Lammert vom SC Husen-Kurl scherzhaft. © Andreas Schröter

Beim Trainingsbetrieb selbst könne es so laufen, dass die Gruppen unterteilt werden, sodass immer nur fünf Spieler plus Trainer gleichzeitig auf dem Platz stehen. Weil sich auch die Spieler untereinander nicht näherkommen sollen, werde auf Zweikampfübungen verzichtet. Lammert: „Wahrscheinlich üben wir die Technik – Ball hochhalten zum Beispiel.“

Mitspieler wiedersehen

Natürlich seien auch Schüsse aufs Tor möglich. Im Grunde gehe es jetzt aber gar nicht so sehr um die Verbesserung des fußballerischen Könnens, sondern viel mehr darum, die Mitspieler einfach mal wiederzusehen. Raus aus den heimischen vier Wänden und rauf auf den Platz.

Die G- und F-Jugendlichen allerdings werden noch länger zu Hause bleiben müssen. Das sei auch in Absprache mit den Eltern so entschieden worden. Lammert: „So kleinen Kindern kann man die Abstandsregelung schwer erklären.“

Ansonsten habe der Verein die (bisherige) Corona-Krise gut überstanden – dank der staatlichen Hilfe von 9000 Euro, aber auch dank der Bereitschaft der Trainer, auf ihre Honorare zu verzichten. Auch die T-Shirt-Aktion neulich hat Geld in die Kasse gespült. 155 T-Shirts seien verkauft worden, und viele Käufer haben den Preis dafür aufgerundet. Weitere Spender und Sponsoren kamen hinzu.

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Witzig sei neulich das erste Online-Training über die Konferenz-Software Zoom gewesen. 40 Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren haben in ihren heimischen Wohnzimmern mit dem Ball am Fuß eine Stunde lang nach den Anweisungen ihres Trainers gearbeitet – „mehr ein Spaß als tatsächliches Training“, sagt Lammert.

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