Scharfe Masken-Kontrollen: „Von Katz-und-Maus-Spielen ist abzuraten“

rnCorona-Regeln

Am Phoenix-See gilt im Hafenbereich Maskenpflicht, ebenso in der Hörder Fußgängerzone. Nicht alle halten sich daran. Müssen sie Kontrollen und Bußgeld befürchten? Das sagt die Stadt dazu.

Hörde

, 31.10.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit rund einer Woche gilt auch am Phoenix-See und in der Hörder Fußgängerzone Maskenpflicht. Schilder weisen darauf hin.

? Wird die Maskenpflicht in der Hörder Fußgängerzone und am Phoenix-See kontrolliert?

Ja, die Mund-Nasen-Masken-Pflicht (MNS-Pflicht) wird kontrolliert. Das Ordnungsamt führt die Kontrollen mit dem nötigen Augenmaß durch, fachlich nennt man das „Entschließungsermessen“. Die Kontrollen werden nun sukzessive im ganzen Stadtgebiet ausgeweitet, der Kontrolldruck gemeinsam mit der Dortmunder Polizei erhöht und entsprechend geahndet. Gegebenenfalls erfolgen noch Anpassungen mit einer nächsten Allgemeinverfügung.

Die Maskenpflicht beginnt bereits am Rudolf-Platte-Weg.

Die Maskenpflicht beginnt bereits am Rudolf-Platte-Weg. © Susanne Riese

? Seit wann und wie häufig wird auch in den Nebenzentren kontrolliert?

Die MNS-Pflicht gilt mit Inkrafttreten der Allgemeinverfügung vom
19.10.20, gültig ab dem 20.10.20 in den Fußgängerzonen, auch in den
Stadtteilnebenzentren in der Zeit von 7.30 bis 18.30 Uhr.

Die Kontrollen erfolgen im Rahmen der personellen Möglichkeiten. Seit Montag (26.10.) wurde der Kontrolldruck, auch was die Maskenpflicht anbelangt, gemeinsam mit der Polizei deutlich erhöht.

Grundsätzlich muss aber jedem Dortmunder, jeder Dortmunderin klar sein, dass jederzeit und überall im Stadtgebiet mit Kontrollen gerechnet werden muss. Daher werden Einsatzzeiten oder Einsatzpläne aus taktischen Gründen weder vorab, noch im Nachhinein bekanntgegeben, damit der Einsatz der Ordnungskräfte möglichst unberechenbar bleibt.

Jetzt lesen

Denn die Maskenkontrolle gilt nicht nur dann, wenn Ordnungskräfte gerade in der Nähe sind. Von Katz-und-Maus-Spielen ist dringend abzuraten, denn die dynamische Entwicklung des Infektionsgeschehens ist kein Spaß.

? Wie viele Verstöße wurden festgestellt und wie wurden sie geahndet?

Die Beschilderung im gesamten betroffenen Dortmunder Stadtgebiet erfolgte zwischen dem 16. und 23. September. Weitere optische Hinweise auf die Maskenpflicht folgen noch.

Durch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes erfolgt erst einmal eine freundliche Ansprache und Aufforderung zum Tragen des MNS. Erst danach folgt ein Verwarngeld oder gegebenenfalls auch eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.

Durch die stetige Medienpräsenz dieses Themas und die entsprechende Beschilderung kann sich niemand mehr darauf zurückziehen, das Tragen des MNS nicht gewusst zu haben.

Jetzt lesen

Außerdem sind alle gefordert, im Sinne der eigenen Gesundheit und des Schutzes aller mit ihrem eigenen Verhalten dazu beizutragen, die Pandemielage zu verbessern und durch das Einhalten einfachster A-H-A-Regeln die Inzidenzwerte zu verringern.

In einer Statistik zu den Verstößen gegen die Maskenpflicht werden die Stadtbezirke nur gemeinsam betrachtet. Demnach wurden seit dem Start der Maskenpflicht bis Dienstag (27.10.) in den Stadtnebenzentren 338 Aufklärungsgespräche wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutz-Verordnung geführt und 23 mündliche Verwarnungen ausgesprochen. Zwei Mal wurde ein Verwarngeld angeordnet, 39 Mal wurden die Personalien festgehalten.

? Wie geht es mit den Kontrollen weiter?Der Kontrolldruck wird weiter erhöht. Es sind neben den Kräften von Ordnungsamt und Polizei auch noch Mitarbeitende der Stadtverwaltung aus anderen Bereichen mit im Einsatz. Zudem werden 30 neue Mitarbeitende eingestellt. Es wird eine zunächst befristete Arbeitsgruppe „Corona Task Force“ gebildet.

Lesen Sie jetzt