Nicht blindengerecht: Scharnhorster Haltestellen werden nachgerüstet

rnBahnstationen in Scharnhorst

Manfred Mertins ist sehbehindert und wundert sich, dass es an den Haltestellen Scharnhorst Zentrum und Gleiwitzstraße kein Blindenleitsystem gibt. Nun hat die Stadt reagiert.

Scharnhorst

, 16.07.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die DSW21, deren Eigentum die Stadtbahn-Haltestellen Scharnhorst Zentrum und Gleiwitzstraße sind, planen eine Nachrüstung mit taktilen Leitstreifen. Einen konkreten Zeitrahmen kann das Unternehmen jedoch noch nicht nennen.

Behindertengerechter Ausbau

Die Haltestellen der U42 von Kirchderne nach Grevel wurden von der Stadt Dortmund in Abschnitten nacheinander barrierefrei hergestellt, wie Pressesprecher Christian Schön auf Anfrage erläutert.

Neben einem behindertengerechtem Zugang gab es auch erhöhte Bahnsteige, damit die Fahrgäste ohne Treppe in die Bahn gelangen können.

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Auch Aufzüge wurden errichtet. In Kirchderne gibt es einen, an der Gleiwitzstraße und Scharnhorst-Zentrum jeweils zwei Aufzüge.

Anforderungen ändern sich mit der Zeit

„In Laufe der Jahre entwickelten sich die Anforderungen an die Barrierefreiheit weiter und Leitsysteme für Sehbehinderte und Blinde wurden Standard“, so Schön. Als die Haltestellen Kirchderne, Flughafenstraße und Droote barrierefrei umgestaltet wurden, wurden die Bahnsteige mit einem Leitsystem ausgestattet. Eine taktile Verknüpfung mit den Bushaltestellen kam dazu.

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Ziel war, die Haltestellen dauerhaft barrierefrei zu gestalten. Daher wurden die Rampenbauwerke mit Zwischenpodesten verlängert. Außerdem wurde auf Aufzüge verzichtet, da diese oft beschädigt oder verschmutzt werden und ausfallen können.

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