Scharnhorster nach Tritten gegen Flaschensammler verurteilt

Angriff an Stadtbahn-Station

Nach einem brutalen Angriff auf einen arbeitslosen Flaschensammler an der Stadtbahn-Station Gleiwitzstraße hat das Schwurgericht einen 23-jährigen Scharnhorster wegen versuchten Totschlags verurteilt. Das Opfer erlitt damals schwere Hirnverletzungen. Der Angreifer muss nun mehrere Jahre ins Gefängnis.

SCHARNHORST

22.04.2016, 17:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Haltestelle Gleiwitzstraße in Scharnhorst.

Die Haltestelle Gleiwitzstraße in Scharnhorst.

Die Richter verhängten am Freitag sechs Jahre und sechs Monate Haft. Das 51-jährige Opfer ist bis heute schwer gezeichnet. Als der Mann zu seiner Zeugenaussage in den Gerichtssaal kam, war er auf eine Gehhilfe angewiesen. Sprechen konnte er nur schwer und äußerst langsam. An den schlimmen Übergriff im August 2015, an die unzähligen Tritte gegen Körper und Kopf, die der Angeklagte ihm verpasst haben soll, kann sich der 51-Jährige überhaupt nicht mehr erinnern.

„In meiner Erinnerung fehlen ein paar Wochen“, hatte er den Richtern gesagt. Mehrmals hatten in die Ärzte nach dem Angriff in ein künstliches Koma versetzen müssen, um die schweren Hirnschwellungen in den Griff zu bekommen.

"Ich habe einfach Riesenmist gebaut"

Der Angeklagte hatte die Tat im Prozess zugegeben und sich bei dem Opfer entschuldigt. „Ich habe einfach Riesenmist gebaut“, sagte er. Was genau zu dem Ausraster geführt hat, blieb dennoch unklar. Möglicherweise waren die beiden Männer einige Tage vor dem Drama an der U-Bahn-Haltestelle Gleiwitzstraße schon einmal aneinander geraten.

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