So kurios und teuer ist der Schilderwald für das Gehwegparken

rnVerkehr in Dorstfeld

Das Parken auf Gehwegen ist verboten, aber jetzt wachsen ganze Schilderwälder auf Dortmunds Straßen, die es erlauben. Wieviel kostet das – und warum sind so viele Schilder notwendig?

Dorstfeld

, 12.10.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein ungläubiges Lachen entfährt einer Dorstfelderin als sie von den Vorkommnissen in ihrer Straße erzählt. „Seit heute früh sind hier Mitarbeiter der Stadt unterwegs“, berichtet die Frau, die ihren Namen nicht in diesem Artikel lesen möchte. „Die stellen hier ein Parkschild nach dem anderen auf engstem Raum auf – das ist geradezu lächerlich.“

Die Straße, von der die Frau spricht, ist die Kometenstraße in Dorstfeld. Ähnlich wie bei der Dellwiger Straße in Lütgendortmund war das Gehwegparken hier Jahrzehnte lang geduldet. Als das dem Ordnungsamt auffiel, wurde es für einige Monate verboten, jetzt ist es dank der Schilder wieder erlaubt. Aber warum müssen es gleich so viele Schilder hintereinander sein?

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Schilderwald ist rechtlich vorgeschrieben

Die Antwort: Weil die Straßenverkehrsordnung es so vorschreibt. Jede Einfahrt hebt die Parkerlaubnis wieder auf. Deshalb muss ein Schild vor jeder Einfahrt die Parkerlaubnis aufheben und danach wieder geben. „Rechtlich sind leider so viele Schilderstandorte notwendig“, erklärt die Leiterin des Tiefbauamtes der Stadt Dortmund, Sylvia Uehlendahl.

Und das geht ganz schön ins Geld: Insgesamt 3242,32 Euro kostet das Aufstellen der Schilder an der Kometenstraße inklusive Personal- und Materialkosten die Stadt. Das sind gut 540 Euro pro Schild. Doch eine andere Möglichkeit gebe es nicht, so die Stadt. Weil das Parken auf dem Gehweg regulär verboten ist, müssen Schilder her – sonst darf dort niemand mehr sein Auto abstellen.

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