Schlägerei: Begleitung isst Big Mac statt zu helfen

Dortmunder Hauptbahnhof

Dieser Einsatz im McDonalds-Restaurant am Dortmunder Hauptbahnhof verursachte bei den Beamten der Bundespolizei „nur noch Kopfschütteln“. In einer Mitteilung berichtet die Polizei von einer Frau, die lieber einen Big Mac gegessen hat, als ihre Begleitung von einem Tritt in das Gesicht eines Hageners abzuhalten.

DORTMUND

20.11.2017, 13:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diesen Fußabdruck hatte ein 23-jähriger Mann aus Hagen nach einer Schlägerei am Dortmunder Hauptbahnhof im Gesicht.

Diesen Fußabdruck hatte ein 23-jähriger Mann aus Hagen nach einer Schlägerei am Dortmunder Hauptbahnhof im Gesicht.

Gegen 1.30 Uhr wurden Bundespolizisten am Sonntagmorgen in das Burger-Restaurant gerufen, weil dort zwei Männer in Streit geraten waren. Als Einsatzkräfte das Restaurant betraten, hätten sie gesehen, wie zwei Männer sich schlugen, so die Polizei.

Dabei lag das Duo auf dem Boden. Noch immer auf dem Boden liegend setzte ein 54-jähriger Mann aus Dortmund gezielt zum Tritt an. Um dies zu verhindern, setzte ein Bundespolizist Pfefferspray ein, was den Tritt jedoch nicht verhindern konnte. Durch den Tritt erhielt der Kontrahent, ein 23-jähriger Hagener, einen Fußabdruck im Gesicht.

Opfer des Tritts hatte zuvor Gäste beleidigt

Zeugenbefragungen ergaben, dass der 23-Jährige mehrere Besucher des Restaurants beleidigt hatte. Unter anderem eine 27-jährige Frau aus Dortmund, welche in Begleitung des 54-jährigen Dortmunders war. Der Dortmunder sei von dem Hagener angegriffen worden und habe sich zur Wehr gesetzt, heißt es in der Mitteilung.

Die 27-jährige Begleitung des Dortmunders erklärte den erstaunten Beamten, dass sie der Auseinandersetzung nur kurz folgte, da sie „so enormen Hunger bekommen hätte“, woraufhin sie sich von der Schlägerei abgewandt hätte, um ihren Big Mac zu verspeisen.

23-Jähriger versucht, Polizisten zu verletzen

Beide Männer wurden daraufhin zur Wache gebracht. Auf dem Weg dorthin versuchte der „aggressive Hagener“ (Polizei) mit einem Ellenbogenschlag einen Bundespolizisten im Gesicht zu verletzen. Dieser konnte den Angriff abwehren und den Mann fesseln.

Alle Beteiligten waren laut Polizeiangaben alkoholisiert. Nach der Sachverhaltsaufnahme wurden sie später getrennt von der Wache entlassen. Gegen den 23-Jährigen der in mehr als 30 Fällen wegen Gewalt-, Raub- und Widerstandsdelikten polizeibekannt ist, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, gefährlicher Körperverletzung und Widerstands eingeleitet.

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