Schleichwege führen durch Wohngebiete

Berghofen Die Zeiten, in denen sich Fuchs und Dachs in der Berghofer Mark ruhig gute Nacht sagen, sind im November wohl erst einmal vorbei.

12.06.2008, 17:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wenn die Wittbräucker Straße zwischen Niederhofer Kohlenweg und Selzerstraße gesperrt wird, ist die Waldtiersiedlung und vor allem die Untermarkstraße eine beliebte Abkürzung zur geplanten, großräumigen Umleitung über die Goymark.

An der Kreuzung Höchsten werden sich die Autofahrer auf lange Staus einstellen müssen. Der Schul- und Kindergartenweg auf der Höchstener Straße wird ein viel befahrener sein. Aus Benninghofen und den umliegenden Vororten sind Schwerte und die A1 dann nur über diese Straße erreichbar. Und für Dirk Scholz, Chef der Gärtnerei an der Wittbräucker Straße 282 mitten in der Vollsperrung, ist das Bauvorhaben eine Katastrophe.

"Laden dicht machen"

Die Sperrung Niederhoferner Kohlenweg bis Selzerstraße ab Ende November fällt in seine Hauptgeschäftszeit. "Totensonntag, Allerheiligen, die Vorweihnachtszeit - dann kann ich den Laden zu machen", sagt Scholz. "Man muss nicht hysterisch werden, aber die Vollsperrung ist schon eine Bedrohung", sagt der Chef von acht Mitarbeitern. Sein Betrieb betreut auch den evangelischen Friedhof an der Wittbräucker Straße.

"So ist das nun mal"

Dieser sei bei der Vollsperrung über die kleinen Wohnstraßen von hinten erreichbar. "So ist das nun mal. Baustellen sind immer mit gewissen Beschwernissen verbunden. Vor der eigenen Haustür sind sie nie schön", sagt Wolfgang Roberz, zuständiger Abteilungsleiter von Straßen.NRW. Die Kunden und Lieferanten der Gärtnerei seien aber Anlieger und dürften damit durchfahren, so Roberz.

Dass ortskundige Autofahrer, der Umleitung über die Goymark folgen, ist unwahrscheinlich. Die Overgünne wird wohl ebenso viel Verkehr schlucken müssen wie die Untermarkstraße. Straßen.NRW will die Anwohner 14 Tage vor Beginn der Arbeiten informieren. JG

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