Schöne Erinnerungen an eine Kindheit in Derne

Nordost-Geschichten

In unserer Kolumne „Nordost-Geschichten“ geht es heute um Erinnerungen an eine Kindheit in Derne - und einen Ausweis der britischen Besatzungsmacht.

Derne

, 04.01.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einen (Kinder-)Ausweis der britischen Zone besitzt Reinholf Hintze, der in Derne aufgewachsen ist.

Einen (Kinder-)Ausweis der britischen Zone besitzt Reinholf Hintze, der in Derne aufgewachsen ist. © Hintze

Liebe Leserinnen und Leser, frohes neues Jahr! Mein erster Termin der neuen 20er-Jahre führte mich am Donnerstag ausgerechnet in die Vergangenheit: zu dem Ur-Derner Reinhold Hintze (70), der noch im Besitz eines alten Ausweises der Britischen Besatzungszone ist (siehe Foto).

Wir kamen ins Plaudern über das alte Derne, und das wäre sicherlich noch eine ganze Zeit so weitergegangen, wenn ich nicht weitergemusst hätte. So sei der Bruder seiner Oma zum Beispiel der letzte Amtmann von Derne gewesen, erzählte Hintze, bevor es 1928 nach Dortmund eingemeindet wurde: Gustav Bergmann.

Reinhold Hintze hat positive Erinnerungen an seine Kindheit in Derne.

Reinhold Hintze hat positive Erinnerungen an seine Kindheit in Derne. © Andreas Schröter

Reinhold Hintze ist auf dem Liethschulte-Hof am Piepenbrink (früher Grüggelsort) aufgewachsen und erinnert sich an eine Kindheit mit ganz viel Natur. Eine solche Zeit wünsche er allen Kindern von heute, sagt er. Im Lutherhaus an der Altenderner Straße haben er und die vielen anderen Kinder, die damals unter anderem in der Müser-Siedlung lebten, mit Pfeil und Bogen geübt. Ein Einschussloch gebe es dort heute noch.

Es tue im in der Seele weh, dass das Haus abgerissen wird. Dabei fällt mir ein: Das sollte doch schon im vorigen Jahr abgerissen werden. Da muss ich demnächst beim Evangelischen Kirchenkreis nachhaken. Machen Sie sich ein schönes Wochenende! Bis Samstag!

Andreas Schröter

Andreas Schröter © privat

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