Schräger Bolzplatz in Aplerbeck ist wieder bespielbar

rnSpiel- und Bolzplatz

Der Bolzplatz an der Glörstraße wurde erneuert. Die Bauzeit war lang, die Antragsstellung hat gedauert. Doch eine Veränderung war dringend nötig, denn der Platz ist im Viertel einzigartig.

von Alexandra Wachelau

Aplerbecker Mark

, 03.08.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der einzige Bolzplatz in der Aplerbecker Mark ist an der Glörstraße zu finden – und kann nun auch wieder bespielt werden. Nach mehr als einem Jahr Bauzeit kann hier wieder nach Herzenslust gebolzt werden. Vor einigen Jahren war das nur begrenzt möglich.

„Es ist zwar bisher nichts Ernsthaftes passiert, aber durch die Unebenheiten auf dem Platz konnte man beim Spiel schnell umknicken“, sagt Benjamin Beckmann, Sprecher der Grünen in Aplerbeck. Zudem sei der Rasen nur unregelmäßig gemäht worden, der Ball verschwand schnell im hohen Gras – wenn er denn nicht davonrollte.

Schräges Feld, Unebenheiten, nur unregelmäßiges Mähen

„Das Feld war sehr uneben. Wir haben teilweise einen Höhenunterschied von 40 Zentimetern gemessen“, sagt Beckmann. Kein Umfeld, auf dem ein faires Match möglich gewesen wäre.

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Ein Zustand, mit dem sich die Hobbyfußballer der Aplerbecker Mark schon länger herumschlagen mussten. „Das Problem besteht bestimmt schon länger als zehn Jahre“, sagt Thomas Kupke von den Grünen in Aplerbeck. Er wohnt in der Nähe des Spiel- und Bolzplatzes und weiß, warum sich beide Flächen inzwischen von Grund auf verändert haben.

„Vor ungefähr fünf Jahren hat sich eine Grundschulklasse bei uns gemeldet“, sagt Kupke. Mit einem Brief hatten die Schüler auf die schwierigen Spielverhältnisse auf beiden Flächen aufmerksam gemacht.

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Inzwischen dürften diese Schüler alle auf der weiterführenden Schule sein. Der Bolzplatz ist dafür endlich bespielbar.

„Es war ein ganz schräger Platz“, sagt auch Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel (SPD). Die Begradigung des Platzes sei daher eine gute Sache, nur über die Bauzeit ärgern sich die Beteiligten: „Es ist traurig, dass es so lange gedauert hat“, sagt Jürgen Schädel.

Immer weniger frei zugängliche Bolzplätze

Im Mai 2019 haben die Grünen den Antrag für die Begradigung des Platzes gestellt. Nach der Erneuerung des Spielplatzes im vergangenen Jahr wurde nun auch der Bolzplatz angegangen. Es ist der letzte im Stadtteil.

Thomas Kupke von der Bezirksvertretung Aplerbeck ist froh, dass der Bolzplatz erneuert wurde.

Thomas Kupke von der Bezirksvertretung Aplerbeck ist froh, dass der Bolzplatz erneuert wurde. © Die Grünen

„Das ist natürlich ein Konflikt für die Jugend“, sagt Thomas Kupke. Er weist darauf hin, dass solche frei zugänglichen Bolzplätze seltener werden: „Früher war die Wiese hinter dem Waldstadion des ASC noch offen“, sagt Kupke. Inzwischen wurde dieser Platz vom Verein mit einem Zaun versehen.

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Auch für die Sozialarbeiter aus dem Stadtteil seien solche Orte immer relevant, da hier viele Jugendliche aus verschiedenen Milieus zusammentreffen. Doch getan wird einiges.

Schon im Stadtteilcheck von Aplerbeck sagte Jürgen Schädel gegenüber dieser Redaktion, dass oft nicht die finanziellen Mitteln, sondern die Umsetzung der neuen Sport- und Spielplätze für Verzögerungen sorgen.

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