Schranke statt Straße: „Das ist eine Frage der Verhältnismäßigkeit“

Bahnübergang

Der Bahnübergang Westhusener Straße in Dortmund soll für immer geschlossen werden. Eine Umgehungsstraße soll ihn ersetzen. Zu viel Aufwand, findet Jürgen Utecht.

Huckarde

, 08.07.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Schranke soll es an dem Bahnübergang künftig nicht mehr geben. Stattdessen soll er dauerhaft für den Autoverkehr geschlossen werden.

Eine Schranke soll es an dem Bahnübergang künftig nicht mehr geben. Stattdessen soll er dauerhaft für den Autoverkehr geschlossen werden. © picture alliance / dpa

Der Bahnübergang an der Westhusener Straße in Huckarde sei nur mäßig frequentiert: So begründete die Deutsche Bahn ihre Pläne, ihn dauerhaft zu schließen. Zudem könne das neue elektrische Stellwerk, das in Rahm installiert werden soll, die mechanische Schranke an der Westhusener Straße nicht betätigen.

Die Bahn möchte voraussichtlich ab 2027 anstelle der Schranke eine Umgehungsstraße bauen. Die soll die Autofahrer entlang der Schienen auf die Rahmer Straße führen.

„Das ist eine Frage der Verhältnismäßigkeit: Eine neue Straße ist teurer und aufwändiger als eine neue Schranke“, sagt der Mengeder Grünen-Bezirksvertreter Jürgen Utecht, der die Strecke oft mit der Bahn fährt. „Bis 2027 sollte es doch möglich sein, eine Schrankenanlage zu ersetzen.“

In Rahm gibt es eine solche Anlage

Wenige Meter weiter am Haltepunkt Rahm gebe es bereits eine Anlage, die in Verbindung mit einem elektrischen Stellwerk funktioniere. Das sei auch für die Westhusener Straße eine gute Lösung. Zumal die Stadtverwaltung den Bau der Umgehungsstraße ablehnt.

Zu massiv wäre der Eingriff in die entlang der Schienen liegenden Kleingärten. Ein Rad- und Fußweg soll die Alternative zur Umgehungsstraße sein. Heißt: Autofahrer müssen Umwege in Kauf nehmen. „Der Radweg kann ja gerne ausgebaut werden“, sagt Utecht. „Aber eine neue Schranke wäre die günstigste Möglichkeit.“

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