Schüler sprechen über Mobbing und Hate Speach in Internet-Videos

Frauenfilmfestival

Menschen, die nicht gefilmt werden wollen, aber trotzdem im Internet landen, Betrunkene, die bemalt werden und ebenfalls zur Schau gestellt werden - über Themen wie diese sprachen Schüler.

Scharnhorst

, 11.04.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schüler sprechen über Mobbing und Hate Speach in Internet-Videos

Einige Schülerinnen der Gesamtschule Scharnhorst diskutierten mit der Filmemacherin Eef Hilfgers (2.v.l.) sowie mit Vertreterinnen von Frauenfilmfestival, Grimme-Institut und der Organisation doxs! über den Film "Shame/fame". © Andreas Schröter

Das Frauenfilmfestival hat auch Station in der Gesamtschule Scharnhorst gemacht. In einem freiwilligen Nachmittagsworkshop sahen einige Schülerinnen der Jahrgangsstufe 11 den Film „Shame/fame“ der niederländischen Regisseurin Eef Hilgers. Anschließend diskutierten sie darüber. In dem Film geht es um Internet-Videos, die Menschen gegen ihren Willen in peinlichen Situationen zeigen. Mobbing und „Hate Speach“ sind Themen. Vergleichsweise harmlose Beispiel sind: Jemand hat Mädchen in einem Café gefilmt, die das partout nicht wollten, und dieses Video anschließend ins Internet gestellt. Oder man findet Videos von betrunkenen Jugendlichen, die bemalt werden. Es geht um Fragen, wo die Grenze zwischen Privatem und Öffentlichem verläuft.

Schüler reagieren sensibel

Die freie Medienpädagogin Aycha Riffi vom Grimme-Institut hat diesen Workshop im Auftrag des Frauenfilmfestivals angeboten. Beteiligt ist auch „doxs! – Dokumentarfilme für Kinder und Jugendliche“ aus Duisburg. Die Schüler, mit denen sie über solche Themen spreche, so Aycha Riffi, reagieren in der Regel sehr sensibel darauf. Es gehe ihr darum aufzuzeigen, was gut und was schlecht am Internet sei und dass man sich dort keinesfalls im rechtsfreien Raum bewege. Und: Phänomene, wie sie im Film gezeigt werden, seien keinesfalls auf die Jugend beschränkt.

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