Schüsse vor Disko verletzen einen Mann - Milde Sanktion für den Schützen

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Mit einer vergleichsweise milden Sanktion ist der Prozess gegen einen Ex-Rocker aus Dortmund zu Ende gegangen. Die Richterin sprach jedoch auch eine Warnung aus.

Bochum/Dortmund

, 10.12.2019, 17:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Obwohl ein Ex-Rocker (29) aus Dortmund vor eineinhalb Jahren vor einem Herner Nachtclub mehrere Schüsse abgefeuert hat und ein Mann am Fuß getroffen worden ist, muss der Pistolenschütze „nur“ eine Geldauflage in Höhe von 1500 Euro bezahlen.

Das Verfahren endete am Dienstag am Bochumer Landgericht mit einer vorläufigen Einstellung, also ohne förmliche Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung.

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Auslöser dafür waren nicht zuletzt extrem widersprüchliche Angaben der Opfer. Der angeklagte Ex-Vizepräsident eines Motorradrockerclubs hatte beim Prozessauftakt bereits zugegeben, am 19. August 2018 vor einer Disko in Herne Pistolenschüsse abgefeuert zu haben: einmal in die Luft und einmal mit dem Lauf in Richtung Boden.

Treffen habe er aber niemanden wollen, hatte der 29-Jährige beteuert. Der getroffene Mann müsse durch einen Querschläger verletzt worden sein.

Weil sich Stand jetzt eine Verletzungsabsicht nicht zweifelsfrei nachweisen ließ, sehr wohl aber ein unerlaubter Schusswaffengebrauch, kam es am Ende zu einer Verfahrenseinstellung. Bezahlt der Angeklagte die Geldauflage, ist die Angelegenheit für ihn vom Tisch.

Andernfalls droht eine Prozess-Neuauflage. „Zahlen Sie so schnell wie möglich“, mahnte Richterin Frauke Seyda den Dortmunder. „Beim nächsten Mal gibt es sonst das Vollwaschprogramm.“

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