Schule ohne Rassismus: Darum war klar, dass die Schule das Siegel bekommt

Hauptschule Kley

Die Hauptschule in Kley ist seit Freitag (6.9.) offiziell eine Schule ohne Rassismus. Das Siegel war für die Schüler nur ein logischer Schritt – angespornt hat sie jemand ganz Besonderes.

Kley

, 10.09.2019, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schule ohne Rassismus: Darum war klar, dass die Schule das Siegel bekommt

Die Hauptschule Kley ist jetzt offiziell eine Schule ohne Rassismus - und mit Courage. © Hauptschule Kley

Seit Jahren bietet die Hauptschule Kley Anti-Rassismus-Projekte an. Teil des Netzwerkes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ war sie bislang jedoch nicht.

„Unsere Schülervertretung hatte die Idee, dem Netzwerk beizutreten“, sagt Konrektorin Melanie Froch. Doch dafür muss die Schule vor allem eine Voraussetzung erfüllen: Mindestens 80 Prozent der Schüler und Schul-Mitarbeiter müssen sich in eine Unterschriftenliste eintragen und damit zeigen: Wir geben Rassismus keine Chance. Anfang 2019 gab es deshalb eine Demokratie-Woche an der Hauptschule. „Demokratie ist die Basis für alles“, sagt Froch. „Jede Klasse hat ein Statement für Demokratie und gegen Rassismus ausgearbeitet.“

Der Schulpate kam zur Unterstützung

Diese Statements wurden abgefilmt. Mit dabei war auch ein Gast-Zitat: von Schulpate Jean-Pierre Kraemer. „Er ist dafür extra hergekommen und hat die Schüler ordentlich motiviert – die waren danach Feuer und Flamme“, erzählt die Konrektorin. „Für alle stand es spätestens dann außer Frage, dass wir das Siegel bekommen.“

Und die Unterschriftenliste zeigte, welche Früchte die Motivation getragen hatte: Knapp 90 Prozent haben unterschrieben. „Das macht uns natürlich sehr stolz.“ Eine Projektwoche vor der Siegelverleihung rundete die Aktionen gegen Rassismus ab.

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