Manche Buslinien halten in Dortmund an Haltestellen ohne Unterstand. © Stephan Schütze (Symbolbild)
Serie von Straftaten

Schulkind mit Spielzeugpistole bedroht: Mann (22) verbreitet Angst

Tatort Linienbus: Ein Mann (22) soll in Nette ein elfjähriges Kind mit einer Spielzeugpistole in Todesangst versetzt haben. Und noch weitere Taten sollen auf sein Konto gehen.

Ein mutmaßlicher Serientäter muss sich seit Montag vor dem Bochumer Schöffengericht verantworten. Auch in Dortmund soll der 22-jährige Angeklagte mit bizarren Auftritten mehrfach für Angst und Wut gesorgt haben.

Die Anklage umfasst insgesamt 38 Vorfälle in der Zeit von Dezember 2020 bis April 2021. Rund dreiviertel der Anschuldigungen nickte der 22-Jährige beim Prozessauftakt als „zutreffend“ ab.

Dabei handelte es sich in vielen Fällen um Ladendiebstähle – unter anderem auch mehrfach im Indupark. Die wohl brenzligsten Anklagepunkte wies der Angeklagte aus Bochum dagegen aber allesamt als „falsch“ zurück.

Raub mit Spielzeugpistole

Dazu gehört unter anderem der Vorwurf, dass der 22-Jährige sich im Januar in einem Linienbus am Hördemannshof einem elfjährigen Kind gegenüber gesetzt, eine Spielzeugpistole hervorgezogen, ein Durchladen simuliert und das Kind damit „sehr verängstigt“ haben soll. Einem Kioskinhaber soll die Pistole später ebenfalls vorgehalten und so die Herausgabe eines Feuerzeugs erpresst haben.

Darüber hinaus soll der Angeklagte am Bahnhof Herne vor einer Buchverkäuferin die Hosen fallengelassen haben und für Entsetzen gesorgt haben. Ähnliche Abscheu und Angst habe er bei einer Mitpatientin in einem Krankenhaus hervorgerufen.

Mit einem Urteil ist frühestens am 29. November zu rechnen. Das Gericht prüft auch eine Psychiatrie-Einweisung.