Schulstreit an der Stadtgrenze zu Schwerte: Lösung naht

Termin im Rathaus

Der Protest von Dortmunder Eltern gegen die Ablehnung ihrer Kinder an Schwerter Gymnasien geht weiter. Am Montag machten sie ihrem Ärger bei einer Kurz-Demonstration in Holzen Luft. Außerdem liefen Beratungen in den Schulverwaltungen beider Städte. Am Dienstag könnte eine Entscheidung fallen.

DORTMUND

, 27.02.2017, 03:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eltern und Kinder aus Holzen protestierten Ende Februar an der Bushaltestelle, von der die Linien in Richtung Schwerte fahren.

Eltern und Kinder aus Holzen protestierten Ende Februar an der Bushaltestelle, von der die Linien in Richtung Schwerte fahren.

Im Anschluss an die Sitzung des Verwaltungsvorstands werde sich Schuldezernentin Daniel Schneckenburger zum Thema äußern, hieß es am Montag auf Anfrage dieser Redaktion aus der Stadt-Pressestelle. Die Verwaltung in Schwerte hatte am Montag zu einem Termin ins Rathaus geladen. Dort bestätigten Bürgermeister Heinrich Bockelühr und Schuldezernent Hans-Georg Winkler mit offiziellen Zahlen, was die Dortmunder Eltern schon seit Donnerstag wussten.

Am Friedrich-Bährens-Gymnasium (FBG) wurden 125 Kinder angemeldet, darunter zwölf Dortmunder (davon sechs Geschwisterkinder). Am Ruhrtal-Gymnasium (RTG) meldeten 80 Eltern ihre Kinder an, darunter 22 aus Dortmund (elf Geschwisterkinder). Weil es keine Beschulungsvereinbarung gibt, haben die Dortmunder Kinder kein Anrecht auf einen Platz.

Grundsätzlich bereit

Aus dem Umfeld der Schwerter Gymnasien war am Montag zu hören, dass sie grundsätzlich bereit seien, die Dortmunder Schüler aufzunehmen. „Das ist die erste positive Nachricht dieser Woche“, sagte Nicole Feist, eine Mutter, die den spontanen Protest in Holzen am Montag organisiert hatte. Dem müsste die Bezirksregierung Arnsberg zustimmen. Und damit ihre eigene Entscheidung revidieren, die Anzahl der Eingangsklassen an den Schulen in der Ruhrstadt zu reduzieren.

Die Bezirksregierung war am Montag nicht erreichbar. „Die Kinder fragen abends beim Einschlafen und morgens nach dem Aufstehen, was denn jetzt passiert“, sagt Nicole Feist. Für die Kinder ist der Schulbesuch in Schwerte ein „Herzenswunsch“. Aber es gehe aber auch für die Eltern um viel. „Es ist eine Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wie schwierig das ist, sollten auch die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung wissen.“

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