Schulweg über die Bornstraße soll für Grundschüler nun sicherer sein

rnUnfälle in der Nordstadt

Jeden Tag müssen viele Schüler über die verkehrsreiche Kreuzung Bornstraße/Heiligegartenstraße. Auf Initiative der Kinderunfallkommission wurden die ersten Gefahrenpunkte angegangen.

Nordstadt

, 31.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Unter anderem wurde die Zaunanlage auf dem Mittelstreifen in Richtung Innenstadt um einige Meter verlängert. Dies soll verhindern, dass Kinder abseits der Ampel über die Straße laufen. Es sind die ersten Vorschläge der Kinderunfallkommission, die jetzt umgesetzt wurden.

Mitte 2018 hatte die Stadt in enger Zusammenarbeit mit der Polizei die Kommission gegründet. Das Ziel: die Verkehrssicherheit für Kinder auf Dortmunder Stadtgebiet erhöhen. Alle sechs bis acht Wochen treffen sich die Mitarbeiter zu gemeinsamen Sitzungen. Neben verschiedenen Fachbereichen der Stadt sowie der Polizei fließen auch Erkenntnisse und Erfahrungen des „Runden Tisches zur Prävention von Kinderunfällen“ in die Arbeit der Kinderunfallkommission ein. Einen Schwerpunkt stellte bislang die Betrachtung der Nordstadt dar.

Geschwindigkeitsmessungen und neue Pfosten

Die Kreuzung Bornstraße macht den Anfang. „Im Umfeld dieser Kreuzung hat es im vergangenen Jahr vier Kinderunfälle gegeben“, sagt Polizeihauptkommissar Ralf Lenfert vom Verkehrsdienst der Dortmunder Polizei. Julia Krippenstapel, Leiterin der Grundschule Kleine-Kiel-Straße, begrüßt die Anstrengungen. „Wir haben ein Interesse, dass unsere Kinder sicher zur Schule kommen.“ Ein Großteil der Mädchen und Jungen laufe über die Kreuzung Bornstraße. „Wir möchten die Schüler sensibilisieren, sich die sicheren Wege auszusuchen“, sagt Julia Krippenstapel.

Schulweg über die Bornstraße soll für Grundschüler nun sicherer sein

Sind gemeinsam in der Kinderunfallkommission aktiv (v.l.): Polizeihauptkommissar Ralf Lenfert vom Verkehrsdienst der Dortmunder Polizei und Volker Brockmeier, Leiter der Verkehrsbehörde. © Nicole Giese

Absperrpfosten auf den Parkstreifen wurden versetzt, so dass Autofahrer nicht direkt bis an die Ampel parken können - und die Sicht auf die Fußgänger behindern. Auch die Signalzeiten der Ampeln wurden leicht verändert. Es gibt verstärkt Geschwindigkeitsmessungen und die Überwachung von Rotlichtverstößen durch die Polizei.

Verkehrserziehung ist ein wichtiger Bestandteil

Bauliche Veränderungen sind aber nicht die einzigen Maßnahmen, um die Verkehrssicherheit der Kinder zu erhöhen. Die Verkehrserziehung von Kindern und Eltern soll ebenfalls wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Kinderunfallkommission sein. „Wir müssen Kinder, Eltern und Schulen mit ins Boot nehmen“, sagt Volker Brockmeier, Leiter der Straßenverkehrsbehörde.

Dafür sind auch Vor-Ort-Termine mit den Polizeibeamten wichtig. „Für Kinder ist es zum Beispiel schwer zu verstehen, warum man auf der Mittelinsel stehen bleiben muss“, sagt Ralf Lenfert. Beim Vor-Ort-Termin an der großen Bornstraßen-Kreuzung sollen die Schülern der Kleine-Kiel-Straße dieses verkehrsgerechte Verhalten besser verstehen.

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