Schwarzgelbe Geschenke für kranke Kinder

BVB besucht Kinderklinik

Kreischalarm in der Kinderklinik. Da wo sonst Ruhe herrscht, damit die Patienten sich erholen können, stieg am Montagnachmittag der Lärmpegel. Kinder saßen mit roten Wangen in ihren Betten, Eltern trippelten mit BVB-Schal um den Hals hin und her und die OP-Schwestern liefen mit Fotoapparat in der Hand umher. Die Mannschaft von Borussia Dortmund war zu Besuch in der Kinderklinik.

DORTMUND

von Von Alexandra Neuhaus

, 12.12.2011, 18:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Mütze wollte die kleine Melina nicht, den Schoko-Nikolaus dagegen schon. Roman Weidenfeller und die anderen BVB-Spieler besuchten gestern die Kinderklinik.

Die Mütze wollte die kleine Melina nicht, den Schoko-Nikolaus dagegen schon. Roman Weidenfeller und die anderen BVB-Spieler besuchten gestern die Kinderklinik.

„Ich hab‘ heute Nacht kaum geschlafen“, sagt Robin Reckmann. Der Teenager ist großer BVB-Fan, hat seit Jahren eine Dauerkarte. „Block 13“, sagt er. Aber Robin Reckmann hat Lymphdrüsenkrebs. Im Februar kam die Diagnose. Das letzte Spiel der Meisterschaftssaison hat er dennoch live gesehen.

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BVB zu Besuch in der Kinderklinik

Die kleinen Patienten werden wohl noch einige Tage vom Besuch der Mannschaft des BVB in der Kinderklinik zehren. Die Fußball-Profis gaben ihnen Autogramme, überreichten schwarzgelbe Geschenke und freuten sich über die Fußball-Tricks mancher Patienten. Jürgen Klopp zeigte sich sogar im Weihnachtsmannkostüm.
12.12.2011
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Lautstark und mit Bewunderung im Blick freuten sich die Kinder in der Kinderklinik über den Besuch der Fußball-Profis.© Foto: Nils Foltynowicz
Lautstark und mit Bewunderung im Blick freuten sich die Kinder in der Kinderklinik über den Besuch der Fußball-Profis.© Foto: Nils Foltynowicz
Lautstark und mit Bewunderung im Blick freuten sich die Kinder in der Kinderklinik über den Besuch der Fußball-Profis.© Foto: Nils Foltynowicz
Lautstark und mit Bewunderung im Blick freuten sich die Kinder in der Kinderklinik über den Besuch der Fußball-Profis.© Foto: Nils Foltynowicz
Lautstark und mit Bewunderung im Blick freuten sich die Kinder in der Kinderklinik über den Besuch der Fußball-Profis.© Foto: Nils Foltynowicz
Lautstark und mit Bewunderung im Blick freuten sich die Kinder in der Kinderklinik über den Besuch der Fußball-Profis.© Foto: Nils Foltynowicz
Lautstark und mit Bewunderung im Blick freuten sich die Kinder in der Kinderklinik über den Besuch der Fußball-Profis.© Foto: Nils Foltynowicz
Lautstark und mit Bewunderung im Blick freuten sich die Kinder in der Kinderklinik über den Besuch der Fußball-Profis.© Foto: Nils Foltynowicz
Lautstark und mit Bewunderung im Blick freuten sich die Kinder in der Kinderklinik über den Besuch der Fußball-Profis.© Foto: Nils Foltynowicz
Lautstark und mit Bewunderung im Blick freuten sich die Kinder in der Kinderklinik über den Besuch der Fußball-Profis.© Foto: Nils Foltynowicz
Lautstark und mit Bewunderung im Blick freuten sich die Kinder in der Kinderklinik über den Besuch der Fußball-Profis.© Foto: Nils Foltynowicz
Lautstark und mit Bewunderung im Blick freuten sich die Kinder in der Kinderklinik über den Besuch der Fußball-Profis.© Foto: Nils Foltynowicz

„Ich stand auf der Südtribüne.“ Mit Lungenembolie. Heute ist er über den Berg und darf seinem Lieblingsspieler Roman Weidenfeller die Hand schütteln. Der drückt ihm auch gleich eine Tüte voller Fan-Artikel in die Hand. Kalender, Kappe, Trikot. „Das ist ein Herzenstermin für mich“, sagt der Torwart und geht ein Zimmer weiter.

Da sitzt Melina auf dem Bett. Die Zweijährige hat eine Lungenentzündung und wer Roman Weidenfeller ist, weiß sie nicht. „Die Kleinen sind manchmal etwas eingeschüchtert, wenn sie uns sehen“, sagt der Fußball-Profi. Den Schoko-Nikolaus nimmt sie trotzdem. Die größeren Kinder sind dagegen gar nicht eingeschüchtert. Auf dem Flur der Onkologie lässt ein Junge sich von Antonio da Silva für kleine Tricks mit dem Fußball feiern, im Eingangsfoyer muss Sven Bender Autogramme am Fließband schreiben und im Speisesaal wird laut applaudiert, als Jürgen Klopp im Weihnachtsmannkostüm hereinkommt. „Für die Mütze muss ich den Trainer leider auslachen“, sagt Mats Hummel. Dazu kommt er jedoch nicht, der Innenverteidiger ist als Fotomotiv bei den weiblichen Patientinnen zu beliebt.

Doch der Trubel ist nicht für alle Kinder zu ertragen. „Kinder, die zu krank sind, um das Theater auszuhalten, schirmen wir ab“, sagt Oberarzt Jens Berrang. Für alle anderen sei es positiver Stress. „Die Kinder freuen sich schon Wochen vorher auf den Besuch und werden jetzt noch tagelang davon zehren.“ Kreischen kann also auch durchaus gesund machen.

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