Schweine sterben Hitze-Tod auf der A2 – Polizei stoppt Tiertransport

Einsatz der Autobahnpolizei

Ein Bild des Elends bot sich Beamten der Autobahnpolizei, als sie am Dienstag einen Tiertransporter auf der A2 stoppten. Für mindestens drei Schweine kam die Hilfe zu spät.

Dortmund

24.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Schweine sterben Hitze-Tod auf der A2 – Polizei stoppt Tiertransport

Die Schweine wurden von der Feuerwehr mit Wasser versorgt. © Polizei Dortmund

Die Dortmunder Polizei und die Feuerwehr haben dank eines Zeugen am Dienstagabend (23. Juli) einen Tiertransport gestoppt und 143 Schweine vor dem Verdursten gerettet. Einem Autofahrer war auf der A1 in Richtung Dortmund kurz vor der Anschlussstelle Wuppertal-Barmen ein Viehtransporter aufgefallen, dessen Tiere offensichtlich unter der hohen Hitzebelastung litten. Gegen 17.50 Uhr wählte er den Notruf. Die Art des Transportes schien ihm nicht artgerecht zu sein.

Die Beamten der Autobahnpolizei konnten die Viehtransporter aufgrund der guten Beschreibung noch auf der A1 ausfindig machen und lotsten den Laster-Fahrer auf den nahegelegenen Parkplatz Kolberg auf der A2.

Im Transportraum bot sich den Polizisten ein Bild des Elends. Der Wassertank war leer, die Schweine völlig dehydriert. Die Tiere hyperventilierten und konnten sich nicht mehr auf den Beinen halten. Mindestens drei Schweine waren bereits tot. Trotz einer Belüftung lag die Temperatur im Transportraum bei 41 Grad.

Für drei Tiere kam jede Hilfe zu spät

Die dazugerufene Feuerwehr kühlte und tränkte die Schweine mit Wasser aus den Feuerwehrschläuchen. Die Beamten entschlossen sich, einen Mitarbeiter des Veterinäramtes zu Rate zu ziehen. Dieser bestätigte die starke Überhitzung und eklatante Wasserunterversorgung der Tiere. Zudem stellte er fest, dass der Fahrer aus den Niederlanden nicht ordnungsgemäß die Dokumente für die Tierversorgung führte.

Der Fahrer hatte die Tiere in Frankreich abgeholt und zu einem Schlachthof in Gütersloh bringen sollen. Nach einer entsprechenden Abkühlung setzte der 47-Jährige Fahrer die Fahrt zu dem Schlachthof fort, wo die Tiere dem zuständigen Veterinär übergeben wurden.

Gegen den Lkw-Fahrer fertigten die Beamten eine Anzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Zudem wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 700 Euro erhoben.

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