Schweinegrippe: Kita dicht

Marten Jetzt hat die Schweinegrippe die erste Dortmunder Kindertagesstätte erreicht: den Kinderladen "KiCo" in Marten. Die Einrichtung wurde gestern vorsorglich geschlossen.

28.07.2009, 17:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Leeres Spielhaus, verwaiste Kindertagesstätte: Der Kinderladen KiCo hat wegen der Schweinegrippe vorsorglich für diese Woche geschlossen. Eine Mitarbeiterin hatte sich die Grippe im Ibiza-Urlaub eingefangen. Bergmann</p>

<p>Leeres Spielhaus, verwaiste Kindertagesstätte: Der Kinderladen KiCo hat wegen der Schweinegrippe vorsorglich für diese Woche geschlossen. Eine Mitarbeiterin hatte sich die Grippe im Ibiza-Urlaub eingefangen. Bergmann</p>

Erkrankt ist eine 28-jährige Erzieherin der 1990 von einer Elterninitiative gegründeten Kita. Sie war am vergangenen Donnerstag aus Spanien zurückgekehrt und verspürte einen Tag später Halsschmerzen. Sofort begab sie sich in ärztliche Behandlung. Da sich die Symptome übers Wochenende nicht verschlimmerten, trat sie am Montag ihren Dienst wieder an.

"Im Laufe des Montags kam dann das Testergebnis ihres Arztes aus dem Labor zurück", berichtet Dr. Annette Düsterhaus, Leiterin des Dortmunder Gesundheitsamtes. Befund: positiv. Da es sich um ein auswärtiges Labor handelt, ging die Information erst am Dienstagmorgen an das Gesundheitsamt weiter, dessen Experten sich umgehend berieten.

"Nummer Sicher"

Aber noch bevor die Behörde eine Entscheidung traf, ging die Einrichtung auf Nummer sicher. "Wir werden die Kita in dieser Woche nicht mehr öffnen", berichtete Leiterin Anke Bagutzki auf Anfrage der Ruhr Nachrichten. "Auch wenn wir keine Auflage des Gesundheitsamtes bekommen haben." Die Einrichtung will die Zeit nutzen, um abzuwarten, ob sich vielleicht eines der Kinder angesteckt hat. Und um gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Informationen an die Eltern weiter zu geben, wie mit der Erkrankung umzugehen ist. "Denn natürlich sorgt der Fall für Besorgnis bei den Eltern", weiß Anke Bagutzki.

Allerdings hatte die Kita Glück im Unglück. Denn in der ohnehin nur 15 Kinder starken Gruppe tummelten sich am Montag nur wenige Mädchen und Jungen. "Die erkrankte Erzieherin war nur kurz im Einsatz, und die meiste Zeit wurde draußen gespielt", berichtet Dr. Düsterhaus. "Dort ist die Ansteckungsgefahr geringer als in geschlossenen Räumen."

Keine Anordnung

Und so lautete die Einschätzung des Gesundheitsamtes dann auch: "Eine Schließung von behördlicher Seite muss nicht angeordnet werden."

Dass die Einrichtung trotzdem vorsorglich schloss, ist aber nach Meinung der Gesundheitsamtschefin trotzdem keine übertriebene Maßnahme. Denn so sei selbst die theoretische Möglichkeit, dass sich die Kinder gegenseitig anstecken, gebannt.

Matthias vom Büchel

Dortmunder Zeitung

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