Schwer bewaffnete Polizisten vor dem Rewe - Szenen wie aus einem Krimi

rnPolizeieinsatz in Dortmund

Szenen wie in einem Film: Am Montagnachmittag (5.10.) tauchten vor einem Rewe-Markt in Dortmund plötzlich mehrere Fahrzeuge mit schwerbewaffneten Männern auf. So verlief der SEK-Einsatz.

Aplerbecker Mark

, 07.10.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Besorgte Bürger befürchteten schon einen Überfall auf den Supermarkt, aber der Einsatz des Sondereinsatzkommandos (SEK) der Polizei an der Schwerter Straße hatte einen ganz anderen Grund.

Der Grund für den Einsatz befand sich in einem Fahrzeug auf dem Parkplatz des Rewe-Marktes in der Aplerbecker Mark: Zwei aus Litauen stammende Männer, die unter dem Verdacht stehen, seit Mitte 2020 in Nordrhein-Westfalen mindestens 30 Autos aufgebrochen zu haben.

Autos aufgebrochen und ausgeräumt

Immer mit der gleichen Methode: So wurde die Scheibe der Fahrzeuge eingeschlagen, dann das Auto aufgebrochen und Lenkräder, Scheinwerfer und Navigationsgeräte ausgebaut.

Den beiden Männern war eine Ermittlungskommission der Kriminalpolizei aus Gütersloh im Auftrag der Staatsanwaltschaft in Bielefeld auf den Fersen - in der Aplerbecker Mark haben die Beamten dann zugeschlagen.

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Dass die Verdächtigen auch in Dortmund schon zugeschlagen haben, war dem Ermittlungsteam zuvor schon bekannt. „In mindestens zwei Fällen waren auch Fahrzeuge aus Dortmund betroffen“, so eine Pressesprecherin der Polizei Gütersloh. Zwei Fahrzeuge der Marke BMW sollen sie in Dortmund gestohlen haben.

Festnahme an der Schwerter Straße

Es handle sich um ein größeres Ermittlungsverfahren und daher könne die Polizei nicht preisgeben, wie die Beamten auf die Spur der beiden Männer gekommen sind. Funktioniert haben muss es, denn schließlich ist es dann in der Aplerbecker Mark vor dem Rewe zur Festnahme gekommen.

Es muss heftig ausgesehen haben, wie einige Zeugen berichten. „Es saßen zwei Personen in einem Auto auf dem Rewe Parkplatz. Dann kam der Zugriff. Aus allen Richtungen kam das SEK. Schlugen die Scheiben des Autos ein und haben die beiden Personen fixiert“, so ein Augenzeuge, der anonym bleiben will.

Augenzeugen aus dem Internet

In den Sozialen Medien machte der Einsatz auch schon seine Runde „Haben wir auch gesehen, krass, am helllichten Tag.“ Oder: „Habe nur das SEK gesehen. Das war echt beängstigend.“

Der Spuk muss schnell vorüber gewesen sein, denn gegen 17.15 Uhr herrschte am Montag vor dem Supermarkt schon wieder Ruhe.

Beide Festgenommenen haben keinen festen Wohnsitz in Deutschland, wie die Polizeipressestelle Gütersloh mitteilte. Sie wurden bereits am Dienstag (6.10.) einem Richter vorgeführt und befinden sich zurzeit in Untersuchungshaft.

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