Schwere Hirnverletzungen: Angeklagter entschuldigt sich

U-Bahnstation Gleiwitzstraße

Tatort U-Bahnstation Gleiwitzstraße: Mit roher Gewalt soll ein 23-jähriger Mann aus Scharnhorst einen arbeitslosen Flaschensammler Anfang August geschlagen und getreten haben. Jetzt muss er sich wegen versuchten Totschlags vor dem Schwurgericht verantworten.

SCHARNHORST

29.02.2016, 13:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Vorfall spielte sich an der Haltestelle Gleiwitzstraße ab.

Der Vorfall spielte sich an der Haltestelle Gleiwitzstraße ab.

Das Opfer ist seit der Attacke schwer gezeichnet. Gestützt auf einen Rolllator kam der 51-Jährige am Montag zu seiner Zeugenaussage ins Gericht. Sprechen konnte er nur sehr langsam und nicht immer verständlich. „Ich habe überhaupt keine Erinnerung mehr“, sagte der Zeuge. Er sei erst wieder wach geworden, als er schon fast 14 Tage im Krankenhaus gelegen habe. Auf die Frage, ob er den jungen Mann auf der Anklagebank kenne, antwortete er: „Nein, überhaupt nicht.“

Der 23-Jährige hat dagegen bereits zugegeben, den Zeugen so brutal getreten zu haben, dass dieser schwere Schädel-Hirnverletzungen erlitt. „Ich habe einen Riesenmist gebaut“, sagte er am Dienstag noch einmal. Das Opfer bat er um Entschuldigung. „Ich hoffe, dass sie mir das irgendwann verzeihen können.“

Das Leben des 51-Jährige konnte nur dank sofortiger ärztlicher Hilfe gerettet worden. Das Opfer hatte Glück, dass ein Anwohner der Bahnstation die brutale Attacke von seinem Balkon aus beobachtete und sofort einen Rettungswagen alarmierte.

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