Schwere Vorwürfe gegen Envio AG

PCB-Skandal

DORTMUND Die Envio AG am Hafen soll PCB-haltige Transformatoren im Freien zerlegt haben, behauptet ein früherer Beschäftigter. Und: Deshalb habe das Gift über die Luft auch in die Kleingärten gelangen können. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 12.05.2010, 13:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Envio-Gebäude am Dortmunder Hafen.

Das Envio-Gebäude am Dortmunder Hafen.

„Wir prüfen die Vorwürfe gegen uns. Bisher war aber einfach alles falsch. Wir stehen in Verbindung mit der Bezirks-Regierung und der Staatsanwaltschaft“, erklärt Firmensprecherin Claudia Weirich kurz und knapp. Und: Die Firma wisse nicht, um wen es sich bei dem Mitarbeiter handele. Müsste sie aber.Ex-Produktionsleiter als Zeuge? Ein ehemaliger Produktionsleiter will Zeuge geworden sein, das krebserregendes PCB unkontrolliert in die Umwelt gelangen konnte aufgrund unsachgemäßen Umgangs bei der Zerlegung der PCB-haltigen Transformatoren. Der frühere Mitarbeiter äußert auch Betrugsvorwürfe. Bis Ende Juli 2008 soll der Ex-Produktionsleiter bei Envio beschäftigt gewesen sein – mit über vierjähriger Firmenzugehörigkeit. Envio habe Trafos unter freiem Himmel zerlegen lassen, weil Teile schlicht zu groß gewesen seien für die Halle. Das habe auch den verseuchten 150-Tonnen-Trafo betroffen, den die Bezirksregierung im „sauberen Bereich“ gefunden habe. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des „Anfangsverdachts“ einer möglichen Umweltstraftat. Oberstaatsanwältin Dr. Ina Holznagel: „Uns liegt die Eidesstattliche Versicherung des Zeugen vor. Es handelt sich um relativ detaillierte Angaben einer Person, die dort offensichtlich gearbeitet hat, aber im Unfrieden geschieden ist.“ Die Angaben des Zeugen beliefen sich auf einen Zeitraum, der schon länger zurück liege.

„Wir prüfen die Vorwürfe gegen uns. Bisher war aber einfach alles falsch. Wir stehen in Verbindung mit der Bezirks-Regierung und der Staatsanwaltschaft“, erklärt Firmensprecherin Claudia Weirich kurz und knapp. Und: Die Firma wisse nicht, um wen es sich bei dem Mitarbeiter handele. Müsste sie aber.Ex-Produktionsleiter als Zeuge? Ein ehemaliger Produktionsleiter will Zeuge geworden sein, das krebserregendes PCB unkontrolliert in die Umwelt gelangen konnte aufgrund unsachgemäßen Umgangs bei der Zerlegung der PCB-haltigen Transformatoren. Der frühere Mitarbeiter äußert auch Betrugsvorwürfe. Bis Ende Juli 2008 soll der Ex-Produktionsleiter bei Envio beschäftigt gewesen sein – mit über vierjähriger Firmenzugehörigkeit. Envio habe Trafos unter freiem Himmel zerlegen lassen, weil Teile schlicht zu groß gewesen seien für die Halle. Das habe auch den verseuchten 150-Tonnen-Trafo betroffen, den die Bezirksregierung im „sauberen Bereich“ gefunden habe. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des „Anfangsverdachts“ einer möglichen Umweltstraftat. Oberstaatsanwältin Dr. Ina Holznagel: „Uns liegt die Eidesstattliche Versicherung des Zeugen vor. Es handelt sich um relativ detaillierte Angaben einer Person, die dort offensichtlich gearbeitet hat, aber im Unfrieden geschieden ist.“ Die Angaben des Zeugen beliefen sich auf einen Zeitraum, der schon länger zurück liege.

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