«Seebären» gehen vor Anker

02.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Brackel Leichtes Tröpfeln von oben störte gestern Morgen am Brauks keines der Kinder, die dem Piraten-Abenteuerland entgegen fieberten. «Das ist kein Regen, das ist die Brandung», verkündete der stellvertretende Bezirksvorsteher Ulf Katler im Stile eines wetterfesten «Seebären», «und richtig heiß wird es in dieser Woche auch», verbreitete er unerschütterlichen Optimismus.

Spaß hatten die Kleinen schon einmal daran, die Zeltdächer per Handarbeit von unten vom Regenwasser zu befreien.

Riesig war die Nachfrage nach dem von der Arbeitsgemeinschaft Brackeler und Asselner Ferienspiele organisierten Ereignis. «150 Mädchen und Jungen aus dem Stadtbezirk machen mit, für 50 weitere hatten wir leider keine Plätze mehr», berichtet Bezirksjugendpfleger Jörg Bitter.

Taifun-Schäden

Im Piratendorf ist jede Menge zu tun. «Die zurückkehrenden Seefahrer müssen feststellen, dass ein Taifun ihre Behausungen ziemlich ramponiert hat», erzählt Hein, im zivilen Leben Markus Römer von der Jugendfreizeitstätte Brackel.

Da heißt es in die Hände spucken und vieles neu herstellen. Der Nachwuchs kann sich in der Holz-, in der Schmuck- und in der Räderwerkstatt sowie in der Bäckerei und in der Schneiderei betätigen. In letzterer lassen sich zum Beispiel schöne Batiken oder schicke Freibeuter-Tücher herstellen. Für eine Viertelstunde Arbeit gibt es zum Lohn einen Piratentaler, den die Kinder für das eine oder andere ausgeben können.

Die Woche am Brauksweg bietet nicht nur Gelegenheit zu Kreativarbeiten, sondern auch zum Feiern, Schmausen und Spielen. «Zwei Mitarbeiter sind extra dafür abgestellt, den Spielbereich zu betreuen», schildert Markus Römer. «Und wenn die Temperaturen richtig sommerlich werden sollten, wird natürlich in den Betrieben des Piratenlandes eine Hitzepause angeordnet.»

Die Ferienspiele laufen in dieser Woche täglich von 10 bis 17 Uhr. Am Freitag (6.7.) enden sie mit einem bunten Abschlussfest. u.b.

Die Kinder können täglich für 1 Euro ein schmackhaftes Mittagessen genießen, das von der Küche des Knappschaftskrankenhauses gekocht wird.

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