Tarifstreit

Sendepause beim WDR: Wegen Warnstreiks heute keine Lokalzeit?

Beim WDR sind die Medienschaffenden am Freitag (8.7.) in einen Warnstreik getreten. Auch in Dortmund haben sie die Arbeit niedergelegt und stehen vor dem Funkhaus – mit Folgen für das Programm.
Die Medienschaffenden des WDR in Dortmund sind dem Aufruf zum flächendeckenden Warnstreik gefolgt und haben die Arbeit niedergelegt. Sie stehen vor dem Funkhaus am Mommsenweg.
Die Medienschaffenden des WDR in Dortmund sind dem Aufruf zum flächendeckenden Warnstreik gefolgt und haben die Arbeit niedergelegt. Sie stehen vor dem Funkhaus am Mommsenweg. © Bandermann

Aktualisierung um 17.30 Uhr:

Am Freitagabend (8.7.) gibt es wegen des Warnstreiks im WDR-Programm keine Lokalzeit aus Dortmund, sondern nur eine gemeinsame Ruhrgebiets-Lokalzeit, produziert in Duisburg.

Der Ursprungstext

Die drei deutschen Journalisten-Verbände DJV, dju und VRFF haben die Medienschaffenden des WDR für Freitag, 8. Juli, zum flächendeckenden Warnstreik aufgerufen. Es geht um mehr Geld für die Beschäftigten bei Radio und Fernsehen.

Auch beim Dortmunder Funkhaus am Mommsenweg haben die Beschäftigten die Arbeit niedergelegt. Im Radio seien die Lokalzeiten seit dem frühen Morgen ausgefallen, berichten die Streikenden. Ob die abendliche Lokalzeit aus Dortmund im Fernsehen gesendet werden könne, wisse man nicht.

Der zeitlich befristete Streik steht im Zusammenhang mit der dritten Runde der Tarifverhandlungen von Deutschem Journalisten-Verband (DJV), dju in Verdi und VRFF mit dem WDR am nächsten Dienstag /12.7.) in Köln.

Angebot ist für Streikende „eine Zumutung“

Der Sender bietet seinen Mitarbeitenden ab Sommer 2023 2,25 Prozent mehr Entgelt bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Darüber hinaus soll es unter anderem eine Einmalzahlung geben.

Aus Gewerkschaftssicht ist das zu wenig. Zudem drohe der Sender mit Verschlechterungen der aktuellen Tarifverträge. So plane der WDR, die Honorare für freie Mitarbeiter komplett neu zu regeln, mit Geldkürzungen im tagesaktuellen Bereich. Die Streikenden in Dortmund sprechen angesichts der absehbaren Verschlechterung der Tarifverträge von „einer Zumutung“.

Die Arbeitnehmerseite fordert stattdessen fünf Prozent mehr Geld für Feste und Freie bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und einen Inflationsausgleich.

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