Sensible Bereiche schonen

Groppenbruch Der Beirat bei der unteren Landschaftsbehörde mit seinem Vorsitzenden Thomas Quittek (Foto) hat sich in seiner jüngsten Sitzung ausführlich mit der Endgestaltung der Halde Groppenbruch befasst.

02.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zu Gast waren der Vertreter der Montan-Grundstücksgesellschaft (MGG) Thomas Hofmann und der beauftragte Landschaftsarchitekt Heinz-Jürgen Karsch.

Sie erläuterten die geplanten Maßnahmen, u.a. Aufschüttungen mit Bodenaushub aus den geplanten Hochwasserrückhaltebecken in Mengede und Ellinghausen. Insgesamt sollen ca. 0,85 Mio. Kubikmeter eingebaut werden, sowohl auf den bisherigen Haldenkörper als auch auf eine südöstlich bis zum Herrentheyer Bach anschließende Fläche. Der Beirat hat einstimmig beschlossen:

1. Bei der Rekultivierung der Halde sind die ökologisch empfindlichen Bereiche, insbesondere die ehemalige Hofstelle am Brockenscheider Weg (Obstwiese mit seltenen Vogelarten) zu schonen und vor Betreten abzuschirmen. Auf den geplanten Fuß-/Radweg zwischen dem östlichen Haldenfuß und der alten Hofstelle ist zu verzichten. Als Wegeverbindung genügt der Brockenscheider Weg. Dies gilt auch während der Schütt- bzw. Bauphase.

2. Bezüglich der botanisch besonders interessanten südöstlichen Haldenfläche (Rieperwiese) ist eine enge Abstimmung der Planung mit dem Beirat erforderlich, um ggf. seltene Arten durch Umsiedlung zu retten.

3. Aufforstungen sollten nur in geringem Umfang vorgenommen werden, um die sonnenexponierten Trockenstandorte als Lebensräume für Amphibien, Reptilien und Pflanzen zu erhalten. Bei Anpflanzungen von Sträuchern sind nur standortgerechte, heimische Arten (z.B. Wildrosen, Brombeeren) zu verwenden.

4. Sämtliche Wege sind mit wassergebundenen Decken (ohne Asphalt) auszuführen.

5. Nach der Entlassung aus der Bergaufsicht ist die Halde Groppenbruch sowie der renaturierte Herrentheyer Bach in das Naturschutzgebiet «Groppenbruch» einzugliedern.

Sensible Bereiche schonen

<p>Die Grafik zeigt den «Ist-Zustand» der Halde Groppenbruch. Insgesamt sollen ca. 0,85 Mio. Kubikmeter Bodenaushub eingebaut werden, sowohl auf den bisherigen Haldenkörper als auch auf eine südöstlich bis zum Herrentheyer Bach anschließende Fläche.</p>

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