Serie von Kellerbränden: Polizei erweitert Zeugenaufruf

Verdacht der Brandstiftung

13 Mal brannte es in den vergangenen Wochen in Kellern von Mehrfamilienhäusern. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung und wendet sich mit einem erweiterten Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit.

Im Westen

, 18.08.2020, 21:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kellerbrände, wie hier im Juni in Marten, verbreiten Angst unter der Bevölkerung. Die Polizei vermutet Zusammenhänge.

Kellerbrände, wie hier im Juni in Marten, verbreiten Angst unter der Bevölkerung. Die Polizei vermutet Zusammenhänge. © Helmut Kaczmarek (Archivbild)

In den vergangenen Wochen hat es 13 Mal in Kellern von Mehrfamilienhäusern gebrannt. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung und untersucht Zusammenhänge. In einem weiteren Zeugenaufruf geht es um das mögliche Verhalten des Brandstifters.

Er könnte nachts und in den Morgenstunden im Schutz der Dunkelheit

  • einen möglichen Tatort auskundschaften und sich verdächtig auf Zuwegen, Verbindungswegen oder in Eingangsbereichen aufhalten.
  • an Haustüren rütteln oder diese manipulieren, um sie öffnen zu können und Zugang zu den Kellerräumen zu erhalten.
  • dieses Verhalten auch im Hausflur an Türen zeigen, die in den Keller führen.
  • in den Nacht- und Morgenstunden zwischen Mitternacht und 5 Uhr anschellen in der Hoffnung, dass ein Mieter ohne weitere Kontrolle den elektronischen Türöffner betätigt.

Zeugen sollen in akuten Verdachtsfällen den Notruf 110 wählen

Die Polizei fragt: Wer hat in den vergangenen Tagen auf Grundstücken oder in Hausfluren verdächtige Personen gesehen und verdächtige Geräusche gehört? Zeugen, die Hinweise auf zurückliegende Taten geben können, sollen die Kriminalwache unter Tel. 0231/1327441 anrufen.

Hausbewohner, die aktuell verdächtige Geräusche an der Haustür, im Hausflur oder im Keller hören oder eine verdächtige Person sehen, die sie in der Nachbarschaft nicht zuordnen können, sollen den Notruf 110 wählen. Dabei sollen sie auf die Brandserie im Dortmunder Westen und dass sie eine verdächtige Person sehen, hinweisen. Ferner sollen sie ihren Namen und den Ort benennen sowie am Telefon gegebenenfalls weitere Fragen beantworten.

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Mittlerweile überrascht die Nachricht nicht mehr: Auch bei den beiden Kellerbränden am Sonntag (16.8.) handelt es sich um Brandstiftung. Die Brandserie hat damit gleich zwei neue Kapitel. Von Beate Dönnewald

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