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Sex-Verbot für Tapir-Pärchen im Dortmunder Zoo

Zuchtprogramm

Bei ihrer ersten Begegnung bevorzugte Tapir-Männchen Alex noch das Mittagessen. Inzwischen hat das neue Flachlandtapir-Weibchen Fahéj sein Interesse geweckt. Doch Paarung ist nicht erlaubt.

Dortmund

, 15.05.2019 / Lesedauer: 3 min
Sex-Verbot für Tapir-Pärchen im Dortmunder Zoo

Hat sich schon im Dortmunder Zoo eingelebt: Flachlandtapir-Weibchen Fahéj. © Marcel Stawinoga

Anfang Mai hat der Zoo Zuwachs bekommen. Flachlandtapir-Weibchen Fahéj aus dem Zoo Györ in Ungarn ist zu Tapir-Männchen Alex-Wendolin im Dortmunder Zoo gezogen. Für Fahéj war es die erste lange Reise: denn sie ist am 28. November 2016 im Zoo Györ zur Welt gekommen.

Die erste Nacht habe Fahéj im Stall auf der Südamerika-Wiese verbracht, berichtet Zoolotse Marcel Stawinoga. Dort sollte sie sich erst einmal in Ruhe von den Strapazen des Transports erholen. Am Nachmittag drauf lernte sie – noch durch ein Gitter – Alex kennen, mit dem sie mittlerweile zusammenlebt.

Er sucht die Nähe zu ihr

Anfangs war Alex zwar mehr an seinem Mittagessen interessiert als an Fahéj, doch bald warf er durchaus ein paar Blicke auf seine neue Mitbewohnerin und suchte die Nähe zu ihr. Fahéj dagegen beobachtete zumindest anfangs Alex lieber aus sicherer Distanz. Auch wenn sie noch immer etwas Abstand halte, die Zusammenführung der beiden sei ohne Probleme verlaufen, so Stawinoga.

Fahéj wurde im Rahmen des Europäischen Zuchterhaltungsprogramms (EEP) an den Dortmunder Zoo vermittelt. Nachwuchs bekommen sollen sie und Alex aber vorerst nicht. Marcel Stawinoga: „Damit die beiden Tapire nicht in Paarungsstimmung kommen, wurde Fahéj bereits in Ungarn ein Hormonchip gesetzt und Alex von unseren Tierärztinnen mit einer Hormonspritze behandelt.“ Zuchtstopps seien von Zeit zu Zeit notwendig, wenn der Zuchtbuchkoordinator – in diesem Fall sitzt er im Aqua-Zoo in Friesland – nicht sicher sein könne, dass er Jungtiere in anderen Zoos unterbringt, weil Plätze fehlen.

Sie schlafen in getrennten Ställen

Aufgrund der Hormongaben haben die beiden auch kein großes Paarungsinteresse. Nachts schlafen sie in getrennten Ställen, den Tag verbringen sie gemeinsam auf der Südamerika-Wiese.

Mit ihren anderen neuen Mitbewohnern, den Großen Ameisenbären, Wasserschweinen und dem Tschaja, die wie die Flachlandtapire auf der Südamerika-Wiese wohnen, kommt Fahéj ebenfalls gut zurecht bzw. sie zeigt kein großes Interesse an ihnen. „Fahéj“ bedeutet übrigens „Zimt“ auf Ungarisch.

Alex-Wendolin, der am 1. Februar 2014 im Dortmunder Zoo geboren wurde, und Fahéj sind die Nachfolger von Kuni und Indra, die ein Paar und bis ins hohe Rentenalter Publikumslieblinge im Dortmunder Zoo waren.

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