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SF Sölderholz und SC Husen Kurl als Vorbilder in Sachen Kinder- und Jugendschutz im Sport

rnSexueller Missbrauch im Verein

Wann ist eine Berührung im Sport normal, wann wird sie zu einer sexuellen Belästigung? Ein Thema, mit dem sich Vereine aus Dortmund schon länger beschäftigen – einer ist aus Sölderholz.

Sölderholz

, 23.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Es hört sich ziemlich trocken an, wenn man von einem Qualitätsbündnis spricht, vor allem wenn es um ein wichtiges Thema geht – um die sexualisierte Gewalt im Sport, also dem sexuellen Missbrauch. Um diesen zu bekämpfen und die Kinder und Jugendlichen zu stärken, die in den Vereinen Sport treiben, haben sich unter anderem die Sportfreunde Sölderholz schon seit 2016 intensiv mit dem Thema Prävention beschäftigt: In einem Projekt, das auf Initiative des Landessportbundes NRW und des Sportministeriums NRW angeboten wird.

Ziel ist es, bei den Vereinen maßgeschneiderte Qualitätsstandards zur Prävention und Intervention zu entwickeln und innerhalb der Vereinsstruktur zu installieren. In Dortmund wurden nun zwei Vereine für ihren Einsatz bei der Präventionsarbeit zertifiziert. Neben dem SC Husen Kurl aus dem Nordosten der Stadt die Sportfreunde aus Sölderholz.

Eine Urkunde als Anerkennung für die Präventionsarbeit

Anke Bohlander, Jugendleiterin und Projektbegleiterin bei den SF Sölderholz, nahm die Urkunde für die Präventionsarbeit ihres Vereins während der

Kreisjugendausschusswahl des Fußballkreises Dortmund entgegen.

Aber was machen die Präventionsarbeit und die Aufnahme in das Qualitätsbündnis aus? Zum einem sind es verschiedene Kriterien, die erfüllt werden müssen. „Das fängt zum Beispiel mit der Vorlage eines Erweiterten Führungszeugnisses an, das jeder bei uns vorlegen muss, der mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeitet“, sagt Anke Bohlander.

Fortbildung für die Trainer und ein Theaterstück

Darüberhinaus wurden die Satzungen der Vereine angepasst und außerdem ein Interventionsleitfaden für den Notfall entwickelt. Aber es ist noch viel mehr, was die Vereine vor Ort leisten müssen: Da sind die ehrenamtlichen Trainer der diversen Jugendmannschaft. Bei den Sportfreunden aus Sölderholz sind das immerhin neun aktuelle Mannschaften, in denen Spieler und Spielerinnen zwischen 4 bis 18 Jahren kicken. Und diese Mannschaften brauchen eben Trainer und Betreuer, die in Fortbildungskursen zum Thema „sexuelle Gewalt im Sport“ sensibilisiert werden.

Auch Theaterstücke, die auf das Thema Missbrauch im Sport aufmerksam machen und zeigen, wie man sich als Opfer verhalten soll, stehen auf der Liste, die ein Verein, der dem Qualitätsbündnis beigetreten ist, parat haben sollte. So werden die Sportfreunde Sölderholz das Theaterstück „ Anne Tore sind wir stark“ demnächst für ihre Spieler, Trainer und Eltern zur Prävention anbieten.

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