Heute heulen in Dortmund die Sirenen - Das ist der Grund

Alarmtag

Am 5. September werden in Dortmund die Sirenen heulen. Doch der Alarm wird nicht in allen Stadtteilen zu hören sein. Alle Infos im Überblick.

Dortmund

05.09.2019, 07:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Heute heulen in Dortmund die Sirenen - Das ist der Grund

Eine der neuen Dortmunder Sirenen steht auf dem Dach der Feuerwehr in Lindenhorst. © Peter Bandermann (Archiv)

Erst ertönt ein langer Ton, gefolgt von auf- und abschwellendem Geheule, das schließlich wieder in einem langen Ton abebbt. Das Geheule ist ein „Weckruf“, es soll die Bürger warnen. Der lange Ton signalisiert, dass die Gefahr vorbei ist. Doch am kommenden Donnerstag um 10 Uhr ist der Lärm der Sirenen kein Grund zur Sorge: Die Feuerwehr testet erneut das Sirenennetz der Stadt.

In ganz Nordrhein-Westfalen ist am 5. September nämlich Alarmtag: Seit September letzten Jahres testet das Land einmal jährlich seine Warnsysteme, damit Bürger im Ernstfall die Alarmtöne und Sirenen im Ernstfall richtig einordnen können.

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In Dortmund stehen bislang erst wieder drei solcher Sirenen: Eine befindet sich auf dem Ausbildungszentrum der Feuerwehr an der Seilerstraße 1 in Lindenhorst. Sie schallt mit bis zu 130 Dezibel in Richtung Nordwesten. Zwei weitere Sirenen stehen in Wickede, eine an der Steinbrick-Grundschule und eine weitere an der Bach-Grundschule.

Heute heulen in Dortmund die Sirenen - Das ist der Grund

Die Standorte der drei aktuellen Sirenen. © Stadt Dortmund

Sirenen warnen vor Unwetter und weiteren Katastrophen

Früher haben die Sirenen vor Kriegsszenarien gewarnt. Mit dem Ende des Kalten Krieges wurden solche Warnungen überflüssig und die Sirenen abgebaut. „Außerdem waren die Systeme überaltet, eine Instandhaltung wäre zu teuer gewesen“, erklärt Andreas Pisarski von der Feuerwehr Dortmund. Erst vor einigen Jahren habe man beschlossen, das Warnsystem per Sirenen wieder aufzubauen. Jetzt sollen die Sirenen Bürger vor anderen Gefahren warnen:

  • Natürliche Ereignisse wie Sturm, Orkan, Hochwasser
  • Großbrand mit giftiger Rauchwolke
  • Verkehrsunfall mit Gefahrguttransporter
  • Störfall in einem Chemie-Betrieb mit Austritt von Gasen
  • Großflächiger Stromausfall

So sollte man sich im Ernstfall eines Alarms verhalten:

  • Ruhe bewahren
  • Gebäude oder Wohnung aufsuchen
  • Nachbarn informieren
  • Türen und Fenster schließen
  • Radio einschalten (bei Stromausfall Autoradio)
  • Wichtig: Notrufe nicht blockieren! Dort nur im Notfall anrufen
  • Durchsagen beachten

In vier Ausbaustufen sollte Dortmund innerhalb von zehn Jahren bis zu 100 neue Sirenen erhalten. Das Ziel der ersten Stufe waren eigentlich 16 Sirenen bis Ende 2018. Sie sollten im Hafengebiet, in der Nordstadt und in Wickede stehen. Aktuell sind aber nur drei Sirenen tatsächlich im Betrieb. „Wir sind damit nicht glücklich, aber können es momentan nicht ändern“, so Pisarski.

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